
Staatsanwaltschaft Aachen prüft Hitzetod in Dürener Krankenhaus
Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.2026 04:47
Nach der Hitzewelle Ende Juni prüft die Staatsanwaltschaft Aachen einen möglichen Hitzetod in einem Krankenhaus in der Region.
Es geht um eine 56-jährige Frau aus einem Dürener Krankenhaus, die vermutlich an den Folgen eines Hitzschlags gestorben ist. Auch in Leverkusen und Duisburg laufen Ermittlungen zu Todesfällen nach der Hitze. Die Behörden prüfen, ob es möglicherweise Versäumnisse beim Hitzeschutz gab. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagt, Hitzewarnungen müssten in Zukunft ernster genommen werden.
Nach Angaben des Ministers könnten in NRW bis Ende Juni rund 1.230 Menschen wegen der Hitze gestorben sein. Deutschlandweit geht das Robert-Koch-Institut von etwa 5.100 Hitzetoten aus.
Der ärztliche Direktor des St.-Antonius-Hospitals, Uwe Janssens, hatte sich zuletzt kritisch dazu geäußert: Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind auf extreme Hitze nicht ausreichend vorbereitet. Er fordert, dass die Bundesländer endlich mehr Geld in die Modernisierung der Kliniken investieren.
Der deutsche Wetterdienst warnt aktuell auch wieder vor Hitze. Tipps zum abkühlen findet ihr hier.