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Impfzentrum: Diebstahl und Urkundenfälschung?
© Antenne AC
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Impfzentrum: Diebstahl und Urkundenfälschung?

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.09.2021 11:07

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Die Aachener Polizei hat neue Erkenntnisse zum mutmaßlichen Dokumentendiebstahl im Impfzentrum in der Eissporthalle am Dienstag bekanntgegeben.

Bei den vier Mitarbeitern der Kassenärztlichen Vereinigung handelt es sich um drei Frauen und einen Mann. Die 19 bis 26 jährigen Frauen und der 32 jährige Mann, die aus Aachen und Alsdorf stammen, sollen offizielle Dokumente und Zubehör gestohlen haben, um damit gefälschte Impfzertifikate auszustellen und die dann zu verkaufen. Zwischen 250 und 700 Euro sollen sie für falsche Impfnachweise verlangt haben.

Inzwischen sind die Wohnungen und Autos der Verdächtigen durchsucht worden. Dabei haben die Ermittler neben weiteren Unterlagen auch Bargeld sichergestellt.

Alle vier befinden sich auf freiem Fuß.

Die Aachener Kripo ermittelt weiter gegen sie wegen Diebstahls und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Nicht nur die vier Tatverdächtigen haben sich strafbar gemacht. Auch wer ein falsches Impfzertifikat gekauft hat, muss mit Konsequenzen rechnen.

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Stellungnahme der KV Nordrhein:

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"Im Impfzentrum (IZ) Aachen ist es am Mittwoch, den 28. September, zu einem Polizeieinsatz gekommen. Anlass war der dringende Verdacht auf möglichen Betrug bei insgesamt vier Mitarbeiter*innen des Impfzentrums. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde bei den betreffenden Personen im Rahmen des gestrigen Einsatzes u.a. jeweils eine hohe Anzahl ausgedruckter Blanko-Impfzertifikate sichergestellt. Es besteht derzeit der Verdacht, dass diese Blanko-Zertifikate für den späteren Zweck des illegalen Weiterverkaufs entwendet wurden.  

Die KV Nordrhein steht mit den ermittelnden Einrichtungen der Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen in engem Kontakt und wird diese bei der weiteren Aufklärung im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Aktuell bleiben weitere Ergebnisse aber abzuwarten. „Ich kann mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Aachener Impfzentrums, denen die Unregelmäßigkeiten aufgefallen sind, für die unmittelbare Verständigung der Polizei nur bedanken. Im Sinne aller Beteiligten erwarte ich eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.  

Bei allen, mittlerweile vom Dienst freigestellten, vier Personen handelt es sich um Arbeitskräfte von zwei externen Personaldienstleistern, die im Auftrag der KV Nordrhein im IZ Aachen mit Aufgaben der Impfdokumentation befasst waren. Für diese und andere Tätigkeiten in den Impfzentren kooperiert die KV Nordrhein seit Betriebsbeginn der Zentren Anfang 2021 im ganzen Rheinland mit entsprechenden Dienstleistern. Im IZ Aachen sind insg. rund 130 der KV vermittelte Mitarbeiter*innen tätig, in ganz Nordrhein greift die KV auf etwas über 2.000 dieser Arbeitskräfte zurück. Bislang ist es in den insg. 28 Impfzentren im Landesteil Nordrhein zu keinem anderen vergleichbaren Fall gekommen."

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