Castoren-Transport: Brandbrief 2.0
Veröffentlicht: Freitag, 29.08.2025 11:12

Die deutschen Anti-Atomkraft-Initiativen wie "STOP Westcastor" aus Jülich haben einen "Brandbrief 2.0" an NRW-Ministerpräsident Wüst und Wirtschaftsministerin Neubaur geschickt.
Sie verlangen, dass die Landesregierung die geplanten Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll stoppt und sich für sichere Lösungen einsetzt.
Die Initiativen warnen vor einer „gefährlichen Castor-Lawine“ und fordern unter anderem rechtliche Schritte gegen den Sofortvollzug und offene Gespräche mit der Bevölkerung.
„Solange die eigentliche Endlagerfrage nicht geklärt ist, ist es widersinnig, Atommüll von einem Zwischenlager ins nächste zu transportieren“, sagt Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ in Jülich. „Auch hinsichtlich der aktuellen Sicherheitslage provoziert es geradezu sicherheitsrelevante Zwischenfälle, wenn über einen so langen Zeitraum hochradioaktiver Atommüll in großen Polizeikonvois über die Autobahnen des Landes transportiert wird.“
Am Sonntag, 31. August, rufen die Initiativen um 14 Uhr zu einem Protest-Spaziergang am Zwischenlager Ahaus auf. Weitere Aktionen sind geplant. Die Organisationen kritisieren, dass die Transporte über Jahre auf maroden Autobahnen stattfinden sollen – ohne Endlager-Lösung und mit unklarer Rechtslage.
Den "Brandbrief 2.0" findet Ihr zum Download hier unter dieser Meldung.
Informations- und Diskussionsveranstaltung am 11.9. in Jülich:
"Castor-Alarm NRW: Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus verhindern!" - unter diesem Titel laden das Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ und Die Linke in NRW zu einer Infoveranstaltung am Donnerstag, 11. September 2025, ab 19 Uhr ein nach Jülich in den Kulturbahnhof (KuBa, Bahnhofstraße 13).
Marita Boslar (Aktionsbündnis „STOP Westcastor“ in Jülich), Kerstin Ciesla (stellv. Vorsitzende des BUND NRW e.V.), Dr. Fabian Fahl (MdB, Die Linke), Rolf Burgtorf (ehemaliger Polizist) und Hubertus Zdebel (Landesvorstand Die Linke in NRW) informieren über die Ursachen und Hintergründe für die Atommülltransporte und diskutieren über Möglichkeiten und Schritte, diesen "Transport-Wahnsinn" außerparlamentarisch und parlamentarisch zu verhindern.
Der Eintritt ist frei.