
Zweiter Tatverdächtiger nach Brandstiftungen in U-Haft
Nach etlichen Fahrzeug-Bränden in Aachen hat die Polizei am Dienstag einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen
51-jährigen Mann aus Aachen.
In seiner Wohnung fanden die Beamten neben präparierten Grillanzündern und Namenszetteln, wie sie auch an brennenden Autos gefunden wurden, auch Gegenstände die darauf hindeuten, dass der Mann etwas mit den Anschlägen auf die Aachener AIDS-Hilfe zu tun haben könnte.
Der Mann wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Ihm werden derzeit Brandstiftungen an mindestens 12 Fahrzeugen vorgeworfen, weitere vier Fahrzeuge wurden durch das Feuer teilweise schwer beschädigt.
Ein erster Tatverdächtiger war Ende letzter Woche festgenommen worden, als er versucht hat, im Westpark Büsche anzuzünden.Er hat keinen festen Wohnsitz und ist bereits wegen mehrerer Brandlegungen bekannt. Laut Polizei konnten ihm auch zahlreiche Brände in der jüngsten Vergangenheit im Ostviertel - rund um den Adalbertsteinweg - zugeschrieben werden. Er ist beispielsweise für die Brände auf dem Ostfriedhof dringend tatverdächtig, heißt es. Er sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.
"Durch die akribische und motivierte direktionsübergreifende Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen konnten unter hohem Aufwand und in wenigen Tagen Tatverdächtige für zwei Brandserien in der Aachener Innenstadt und fortgesetzten Bedrohungen und Sachbeschädigungen zum Nachteil der AIDS-Hilfe Aachen ermittelt werden. Neben den Kolleginnen und Kollegen danke ich auch den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Hinweise zum Ermittlungserfolg beigetragen haben", so der Leiter der Direktion Kriminalität, LKD Andreas Bollenbach.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.06.2023 08:45