
Zweiten digitale Grenzlandkonferenz
Die Corona-Pandemie hat in den Grenzregionen zu den Niederlanden zu Problemen geführt. Diese Erfahrungen sollen jetzt weiter untersucht werden. Darauf haben sich Nordrhein-Westfalen und die Niederlande in der zweiten digitalen Grenzlandkonferenz geeinigt. Anhand konkreter Beispiele soll die Untersuchung aufzeigen, wo es Verbesserungen zum Beispiel in der Struktur der Zusammenarbeit, der Koordination von Maßnahmen oder der Kommunikation mit Bürgern gibt. Darüber hinaus soll eine epidemiologische Studie mehr Einblick in die Verbreitung des Coronavirus in der Grenzregion geben.
Veröffentlicht: Donnerstag, 03.12.2020 06:35
Ein weiteres Thema war der Grenzüberschreitende öffentliche Nahverkehr. Der soll attraktiver gemacht werden. Verschiedene neue Bahn- und Busverbindungen zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen befänden sich bereits im Aufbau auch ein grenzüberschreitendes elektronisches Ticketsystem soll entwickelt werden. Die Corona-Pandemie habe diese Weiterentwicklung stark verzögert. Es wird erwartet, dass es noch mindestens ein bis zwei Jahre dauern wird, bis die Nutzung wieder auf das alte Niveau zurückgeht, heißt es. Dennoch soll sich in den kommenden Jahren weiter stark auf die Weiterentwicklung konzentriert werden.
Auch wurde ein Fokus eine Verbesserung der Sicherheit in der Grenzregion gelegt. In der Notfallversorgung wären bereits viele Vereinbarungen getroffen worden, dennoch wäre eine Grenzüberfahrt mit dem Krankenwagen noch nicht vollkommen problemlos, heißt es. Auch würde es im Hinblick auf die steigenden Temperaturen immer häufiger zu Bränden in Naturschutzgebieten im Grenzgebiet kommen. Hier will man sich mehr auf Management und Prävention konzentrieren. Für die Bekämpfung grenzübergreifender krimineller Aktivitäten wären mehr rechtliche Möglichkeiten und eine intensivere Zusammenarbeit notwendig. Im nächsten Jahr soll der gemeinsame grenzübergreifende Ansatz für alle genannten Punkte ausgeweitet werden. Die komplette Grenzlandagenda 2021 HIER noch einmal zum nachlesen.