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Zwei Jahre Pedelec-Streifen in Aachen
© Stadt Aachen/Andreas Herrmann
18.000 Kilometer in 24 Monaten: Die beiden auf Pedelecs radelnden Ordnungsamtsmitarbeiterinnen tragen seit zwei Jahren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Aachener Innenstadtbereich bei.
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Zwei Jahre Pedelec-Streifen in Aachen

Seit zwei Jahren überwachen jetzt in Aachen Pedelec-Streifen den ruhenden Verkehr - und die Stadt ist bisher zufrieden damit.

Die Pedelec-Streifen kontrollieren schwerpunktmäßig auf einer täglichen Strecke von rund 40 Kilometern das Aachener Radhauptwegenetz. Dabei würden die Mitarbeiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung die Verkehrssicherheit steigern und für mehr regelgerechtes Verhalten sorgen, so die Stadt.

Laut der jetzt vorgelegten Zwischenbiland haben die Pedelec-Streifen in den letzten zwei Jahren in über 3000 Stunden rund 18.000 Kilometer im Sattel zurückgelegt und dabei letztes Jahr rund 4.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren verfolgt. In diesem Jahr haben sie bis zum Stichtag 30. September schon 4.240 Verfahren eingeleitet. Das Ordnungsamt geht davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahresende auf rund 5.500 bis 6.000 Gesamtverwarnungen erhöht.

Bei den Einsätzen wird "insbesondere konsequent gegen ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge auf Radverkehrsanlagen" vorgegangen. Ein neuer Bußgeldkatalog bestimmt für einige Parkverstöße seit November 2021 deutlich höhere Geldbußen. Für verbotenes Parken auf einem Radweg entstehen bei der Behinderung von Radfahrern nach der Novellierung der Straßenverkehrsordnung beispielsweise mittlerweile Kosten in Höhe von 70 Euro. Darüber hinaus erhält man einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Sofern keine Person zum Fahrzeug angetroffen und aufgefordert werden kann weiterzufahren, können die Pedelec-Streifen außerdem eine Abschleppmaßnahme in die Wege leiten. Dann kommen weitere Kosten zum Verwarnungsgeld und zum "Flensburg-Punkt" hinzu.

Aber: Wer Bürger auf Fehlverhalten hinweist, rechtliche Vorgaben durchsetzt und Sanktionen ausspricht, erntet selten Applaus. Deswegen sind die Überwachungskräfte täglich mit Konflikten konfrontiert. Sie werden mitunter beschimpft, angefeindet und teilweise sogar angegriffen. Strafanzeigen nähmen deutlich zu, heißt es von der Stadt.

Die Überwachungskräfte des ruhenden Verkehrs werden daher auch regelmäßig in Sachen Gewaltprävention geschult. „Wenn es zu Übergriffen kommt, wissen unsere Mitarbeitenden, was zu tun ist. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Strategie und bringen jeden Vorfall zur Anzeige“, erklärt Stadtdirektorin Annekathrin Grehling.

Insgesamt habe sich die moderne Pedelec-Streife bewährt. So werden die Ordnungshüterinnen auch künftig in der Stadt im Sattel zur Ahndung festgestellter Ordnungswidrigkeiten beitragen - klimafreundlich, schnell und effektiv.


(Foto: 18.000 Kilometer in 24 Monaten: Die beiden radelnden Ordnungsamtsmitarbeiterinnen tragen seit zwei Jahren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Innenstadtbereich Aachens bei.)

Veröffentlicht: Dienstag, 15.11.2022 09:29

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