
Die bundeseinheitliche Corona-Notbremse sieht der Gesundheitsdezernent der StädteRegion, Michael Ziemons, eher kritisch.
Auch hier bei uns würden zwar die Fallzahlen steigen und ein Schutz sei wichtig. Allerdings wisse man auch, dass die Menschen sich aktuell meist bei größeren privaten Treffen anstecken und nachher nur ungerne sagen, mit wem sie zusammen waren. Da sei es doch besser, wenn solche Treffen in Außenbereichen der Gastronomie mit einem negativen Testergebnis geschehen würden, so Ziemons zu Antenne AC.
Ein Anreiz, viel zu testen, würde also helfen, Ansteckungen zu vermeiden. Eine solche Notbremse würde nicht helfen, wenn sie dazu führe, dass die ganzen Treffen privat stattfinden und es dann doch wieder zu vielen Ansteckungen komme.
Seit Beginn der Bürgertestungen im März hat die StädteRegion rund 230.000 Testungen gezählt, davon sind 782 positiv gewesen. Und je mehr Menschen getestet werden, desto mehr Ansteckungen von Menschen ohne Symptome finde man, so Ziemons weiter.

