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Wolf im Öcher Bösch?
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Wolf im Öcher Bösch?

Veröffentlicht: Mittwoch, 19.01.2022 15:45

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Am letzten Wochenende ist im Aachener Stadtwald ein wolfsähnliches Tier gesichtet und ein Schafsriss dokumentiert worden.

Die Stadt hat deswegen schon den Wolfsberater Hermann Carl kontaktiert und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) eine Gewebeprobe geschickt, um herauszufinden, ob es tatsächlich ein Wolf gewesen ist.

Aachen liegt zusammen mit Eschweiler und Stolberg in der „Pufferzone“ des 2017 ausgewiesenen Wolfsgebiets „Eifel-Hohes Venn“.

Die NRW-Landesregierung plant derweil eine neue Verordnung für den Umgang mit Wölfen, wie am Mittwoch bekannt geworden ist. Nach mehr als 40 Rissen von Nutztieren wie Schafen, Ziegen und Ponys soll jetzt geregelt werden, wie Wölfe verdrängt werden könnten.

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Weitere Infos der Stadt Aachen zum Thema:

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Nachdem der Wolf in Europa fast 180 Jahre als ausgestorben galt, kehrt er nun in alte Lebensräume zurück. Seit 2016 gibt es auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) vermehrt Meldungen über gesichtete Wölfe. Zudem wurden mehrere Wolfsgebiete mit sesshaften Tieren ausgewiesen. Der Wolf gehört zu den international „streng geschützten“ Tierarten und wird auch in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz als streng geschützte Art geführt. So ist es verboten, Wölfe zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Eine Jagd auf Wölfe ist daher ausnahmslos untersagt.

Eine dauerhafte Ansiedlung von Wölfen in Städten wie Aachen ist sehr unwahrscheinlich und nicht zu erwarten, da Wölfe im Gegensatz zu Wildtieren wie Füchsen oder Wildscheinen keine „Kulturfolger“ sind, den Menschen also nicht in die Siedlungen folgen.

Ob es sich bei dem aktuell gesichteten Tier um eines aus dem angrenzenden Wolfsgebiet „Eifel-Hohes Venn“ handelt oder um einen sogenannten Durchzieher, ist zurzeit noch nicht bekannt. Wölfe verlassen in der Regel bis zum Ende des zweiten Lebensjahrs die Elternrudel und gehen auf Suche nach einem eigenen Revier. Sie sind ausgesprochen ausdauernde Läufer und können in einer Nacht bis zu 70 Kilometer Strecke zurücklegen.

Auch in einem etablierten Wolfsgebiet ist es äußert unwahrscheinlich, dass es zu direkten Begegnungen zwischen Wolf und Mensch kommt. Angriffe von Wölfen auf Menschen sind in Deutschland nicht dokumentiert und es ist kein Fall von einem aggressiven Verhalten gegenüber dem Menschen bekannt.

Nehmen Wölfe einen Menschen wahr, ergreifen sie nicht immer direkt die Flucht, sondern ziehen sich meist langsam zurück. Wer einen Wolf sieht, muss also nicht gleich beunruhigt sein. Kommt es dennoch zu einer Begegnung mit einem Wolf, sollten die folgenden Verhaltensregeln beachtet werden:

•       Sich dem Wolf nicht nähern, ihn füttern oder anfassen. Vor allem bei jungen Tieren besteht die große Gefahr, dass sie sich an Menschen gewöhnen und dadurch ihre natürliche Scheu vor Menschen verlieren.

•       Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben. Dem Tier die Zeit geben, sich zurückzuziehen. Wer den Abstand selbst vergrößern möchte, sollte langsam rückwärts gehen.

•       Durch laute Ansprache, ein Klatschen oder ein Winken mit dem Armen den Wolf auf sich aufmerksam machen und ihn so vertreiben.

•       Hunde sollten grundsätzlich an der Leine geführt werden.

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