
Windkraft: 1000-m-Regel bremst Vetschau aus
Ein Ende der umstrittenen 1000-Meter-Regelung bei Windkraftanlagen fordern die Aachener Grünen erneut und verweisen auf das aktuelle Beispiel in Aachen-Vetschau.
Dort wird seit über 20 Jahren erneuerbarer Strom durch Wind erzeugt - und Stadt und Betreiber würden gerne die alten Anlagen durch neue ersetzen. Fünf leistungsstärkere Windräder könnten viermal so viel Energie erzeugen und so 25.000 Haushalte mehr mit erneuerbarem Strom versorgen.
Laut der Landesgesetzgebung müssen Windräder allerdings einen Abstand von 1000 Metern zu Wohngebieten haben, darunter sind Genehmigungen nur mit komplizierteren Verfahren möglich. Dadurch werden laufende Planungen verzögert, heißt es, das erschwere das Repowering und den Ausbau von Windenergie.
„Um unabhängig von russischen Energieimporten zu werden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten muss hier dringend etwas geändert werden“, fordert Astrid Vogelheim, die Landtagskandidatin der Grünen für Aachen Nord. „Wir könnten hier in Aachen schon viel weiter mit dem Ausbau der Windenergie sein. Die Stadt könnte mit den Planungen loslegen, Genehmigungen könnten schon da sein. Die Planungsverfahren müssen vereinfacht werden!“
„Auf Bundesebene werden wir die Rechtsgrundlage für den Ausbau der Windenergie schaffen", erläutert Oliver Krischer, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. „In Aachen verhindert die schwarz-gelbe Landesregierung den Ausbau der Windenergie. Die 1000-Meter-Regelung ist unsäglich und muss abgeschafft werden!“
Veröffentlicht: Dienstag, 29.03.2022 08:56