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Wiederaufbauhilfen zwei Jahre nach dem Hochwasser
© WVER/Carmen Braun
Deutlich sichtbare Schäden an Gehölzen und Uferböschungen der Inde unterhalb des Zuflusses der Vicht in Stolberg-Steinfurt, Dezember 2021.
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Wiederaufbauhilfen zwei Jahre nach dem Hochwasser

Zwei Jahre nach dem Hochwasser kommt der Wiederaufbau in Eschweiler und Stolberg gut voran. Das sagt der Lantagsabgeordnete Daniel Scheen-Pauls. Aus Stolberg und Eschweiler liegen 3.301 Anträge von betroffenen Bürgern vor - 96,6 % der Anträge (3.189) wurden bisher bearbeitet und 107 Mio. Euro bewilligt. Auch im Bereich Infrastruktur geht es voran. Dafür haben Eschweiler 161,5 Mio. Euro und Stolberg 225 Mio. Euro vom Land bekommen. Die drei Nordeifel-Kommunen erhalten zusammen 1,82 Mio. Euro. Insgesamt belaufen sich im Südkreis die Wiederaufbauhilfen auf 497 Millionen Euro.



Veröffentlicht: Freitag, 14.07.2023 05:43

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Einen detaillierten Überblick der Gelder und Anträge:


In Eschweiler müssen vier Schulen mit 67,7 Mio. Euro und sechs Kindertagesstätten mit 7,2 Mio. Euro wiederaufgebaut werden. Mehrere Sportanlagen, darunter der Neubau von Hallenbad und Sporthalle an der Jahnstraße in Eschweiler, werden mit allein 55,9 Mio. Euro gefördert. Für die Sanierung des Rathauses wurden 7,8 Mio. Euro bewilligt. Das stark betroffene St.-Antonius-Hospital erhält für die Gebäudesanierung 99,4 Mio. Euro, wovon bereits 36 Mio. Euro ausgezahlt wurden. Zusätzlich hat das Krankenhaus 10,8 Mio. Euro erhalten, um die Einkommenseinbußen zu bewältigen.

In Stolberg bedarf der Neubau des Rathauses mit 61 Mio. Euro den größten Teil der Wiederaufbauhilfen, gefolgt vom Stadtarchiv mit 40,7 Mio. Euro sowie dem Wiederaufbau des Kulturzentrums inklusive Josephshaus mit 7 Mio. Euro. Für die Beseitigung der Schäden an Schulen und Kitas werden insgesamt 29,2 Mio. Euro benötigt.

Die Gesamtsumme der Wiederaufbauhilfen für Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg beläuft sich auf 497 Mio. Euro.

Bei allen Erfolgsmeldungen dürfen wir aber nicht vergessen: Die Folgen der Flut sind nicht nur äußerlich sichtbare Schäden, die nach und nach durch Wiederaufbau und Sanierung verschwinden werden. Viele Flutopfer hat die unerwartete Katastrophe auch innerlich sehr erschüttert. Manche sind traumatisiert. Das sind die nicht sichtbaren Folgen der Flut. Auch dabei wird Hilfe geleistet. Und auch hier hat mich in den zurückliegenden zwei Jahren die Solidarität, das Miteinander und Wirgefühl der Menschen in unserer Heimat tief beeindruckt.“

 

Hintergrund:

 

Übersicht: Wiederaufbau in Eschweiler, Monschau, Roetgen, Simmerath und Stolberg


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Aus der Stadt Eschweiler liegen 1.851 Anträge vor, von denen 1.793 bearbeitet sind (96,9 %). Es wurden bisher Bewilligungen in Höhe von 49,98 Millionen Euro ausgesprochen.

 

Aus der Stadt Monschau liegen 3 Anträge vor, von denen 3 bearbeitet sind (100,0 %). Es wurden bisher Bewilligungen in Höhe von rund 58.000 Euro ausgesprochen.

 

Aus der Gemeinde Roetgen liegen 56 Anträge vor, von denen 47 bearbeitet sind (83,9 %). Es wurden bisher Bewilligungen in Höhe von rund 1,38 Millionen Euro ausgesprochen.

 

Aus der Stadt Simmerath liegen 10 Anträge vor, von denen 9 bearbeitet sind (90,0 %). Es wurden bisher Bewilligungen in Höhe von rund 155.000 Euro ausgesprochen.

 

Aus der Stadt Stolberg liegen 1.450 Anträge vor, von denen 1.396 bearbeitet sind (96,3 %). Es wurden bisher Bewilligungen in Höhe von rund 57,20 Millionen Euro ausgesprochen.





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Wiederaufbauhilfen zwei Jahre nach dem Hochwasser
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Der Wiederaufbauplan (WAP) der Stadt Eschweiler enthält 96 Teilprojekte mit einer Fördersumme in Höhe von 161.546.530 Euro.

Ein Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen zur Wiederherstellung der sozialen Infrastruktur. Insgesamt werden vier Schulen für 67.769.000 Euro gefördert. Sechs Kindertagesstätten müssen für insgesamt 7.224.000 Euro wiederaufgebaut werden. Zudem werden mehrere Sportanlagen, darunter der Neubau von Hallenbad und Sporthalle an der Jahnstraße in Eschweiler mit allein 55.935.000 Euro durch den Wiederaufbau gefördert. Für die Sanierung des Rathauses wurden 7.805.000 Euro bewilligt. Einen wirtschaftlich sehr großen Schaden über 99.448.191 Euro alleine an Gebäudeschäden hatte das Krankenhaus St.-Antonius-Hospital gGmbH Eschweiler, eine Bewilligung liegt hierfür bereits vor. Es wurden bereits 36.013.744,18 Euro ausgezahlt. Zusätzlich wurden dem Krankenhaus 10.839.185 Euro an Einkommenseinbußen bewilligt. Die komplette Summe wurde bereits ausgezahlt.

 

Die Stadt Monschau reichte einen Wiederaufbauplan über 726.038 Euro ein. Der WAP enthält 4 Projekte, die im Wesentlichen die Wiederherstellung der Wirtschafts- und Forstwege (502.674 Euro) und der Wiederherstellung des Uferbereichs "kleiner Laufenbach“ (223.365 Euro) umfassen. Der Wiederaufbauplan wurde bewilligt.

 

Der Wiederaufbauplan der Gemeinde Roetgen enthält 11 Maßnahmen. Die förderfähige Gesamtsumme aller Maßnahmen beläuft sich auf 952.360 Euro. Der Bewilligungsbescheid wurde am 12. Januar 2023 erteilt.

 

Der Wiederaufbauplan der Gemeinde Simmerath enthält 20 Maßnahmen. Die Gesamtsumme des bewilligten WAP beläuft sich auf 652.366 Euro.

 

Durch die Bewilligung von Wiederaufbauhilfen in Höhe von 225.059.526 € können Schäden der Flutkatastrophe in der Stadt Stolberg behoben werden. Der Neubau des Rathauses bedarf mit 61 Mio. Euro den größten Teil der Wiederaufbauhilfen, gefolgt vom Stadtarchiv mit 40,7 Mio. Euro sowie dem Wiederaufbau des Kulturzentrums inklusive Josephshaus mit 7 Mio. Euro. Für die Beseitigung der Schäden an Schulen und Kitas werden insgesamt 29,2 Mio. Euro benötigt.

 

 

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