
Wieder Warnstreiks im ÖPNV erwartet
Ende Januar könnte es wieder Warnstreiks im Busverkehr in der Region geben.
Am 24. Januar findet die 1. Tarifverhandlungsrunde im öffentlichen Dienst statt. Die Nahverkehrsgewerkschaft (NahVG) geht davon aus, das schon direkt nach der ersten Verhandlungsrunde Arbeitskampfmaßnahmen wie Arbeitsniederlegungen umgesetzt werden, um den Forderungen Nachdruck zu Verleihen.
Die Gewerkschaft ruft deswegen Fahrgäste dazu auf, sich vom 24. bis 29. Januar Alternativen zu suchen. "Falls es zu Arbeitsniederlegungen im Rahmen der Verhandlungen kommt, gehen wir davon aus, dass es im ÖPNV in Aachen zu massiven Fahrtausfällen kommt", so Kasim Ordu von der Ortsgruppe Aachen der Nahverkehrgewerkschaft zu Antenne AC.
Die Beschäftigten fordern 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro. Außerdem sollen die Azubi-Entgelte um 200 Euro erhöht werden.
Ohne gut ausgebildetes und motiviertes Personal sei ein verlässliches Nahverkehrsangebot definitiv nicht aufrecht zu erhalten und erst recht nicht in geeigneter Form auszubauen, so Ordu. Wenn die klimabedingte Mobilitätswende nicht nur ein leeres Wort bleiben soll, müsse die ÖPNV-Dienstleistung wieder ein echtes Angebot für die Mobilitätsanforderungen unserer Mitbürger werden.
Falls sich die Entgelt- und Arbeitsbedingungen in den Betrieben nicht deutlich verbessern, sei ein Scheitern der Mobilitätswende und die Erreichung der Klimaziele sehr zu befürchten, so Ordu.
Veröffentlicht: Freitag, 06.01.2023 05:35