
In Aachen ist wieder Saison für die traditionelle "Aachener Weihnachtsleberwurst".
Diesmal ist die „Öcher Chressmesleäverwooesch“ zum ersten Mal von Aachens neuer Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen offiziell angeschnitten worden.
Seit 2008 geschieht das alljährlich durch OB und die Aachener Aixtra-Fleischer. Je drei Kilogramm der Aachener Weihnachtsleberwurst und ebenso viel Öcher Puttes aus den aktuell noch neun Fleischerinnungsbetrieben der Stadt gehen als Spende an soziale Einrichtungen - in diesem Jahr sind das die Franziska-Schervier-Stube und das Café KonTAKT des Alexianer-Wohnverbundes.
Pandemie-bedingt ist der Anschnitt diesmal ohne Gäste im kleinen Rahmen gelaufen.
Was man zur Aachener Weihnachtsleberwurst wissen sollte:
Leberwurst gibt's zu jeder Jahreszeit – Weihnachtsleberwurst aber nur zur Weihnachtssaison. Die echte „Öcher Chressmesleäverwooesch“, wie der eingefleischte Aachener sagt, darf dabei nur von Fleischern aus dem Aachener Stadtgebiet nach strengen Qualitätsvorgaben hergestellt werden. So hat es die Europäische Kommission entschieden und im Februar 2016 der Aachener Weihnachtsleberwurst und dem Öcher Puttes das Gütesiegel eines geografisch geschützten Produktes verliehen.
Nicht nur ein Schuss Sahne, sondern auch die Zugabe von weihnachtlichen Gewürzmischungen wie zum Beispiel Koriander, Kardamom und Anis sowie die Veredelung mit verschiedenen Nüssen, Preiselbeeren und sogar Honig machen seit mehr als 120 Jahren den besonderen Geschmack der Aachener Köstlichkeit aus. Manchmal wird sie sogar mit Aachener Printen veredelt. Die genaue Zusammensetzung bleibt das Geheimnis der einzelnen Fleischer. Das Gütesiegel der Europäischen Kommission schützt die Weihnachtsleberwurst vor minderwertigen Kopien und als regionales Erzeugnis.