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Weniger Unfälle im letzten Jahr
© Polizei Aachen
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Weniger Unfälle im letzten Jahr

Veröffentlicht: Mittwoch, 10.03.2021 12:50

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Im Bereich des Aachener Polizeipräsidiums ist wie in ganz NRW im letzten Jahr die Zahl der Verkehrsunfälle zurückgegangen.

Hat es 2019 hier bei uns noch knapp 21.800 Unfälle gegeben, sind es zuletzt gut 18.000 gewesen, rund 17 Prozent weniger. Die Aachener Polizei vermutet, dass das mit der Pandemie zu tun hat, weil weniger Menschen unterwegs gewesen sind. 2020 ist auch die Zahl der Verkehrstoten hier bei uns um die Hälfte gesunken - von 10 auf 5, das ist der niedrigste Wert seit 2015.

Bei den Unfällen sind letztes Jahr auch deutlich weniger Menschen verletzt worden.

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Weitere Einzelheiten aus der neuen Verkehrsunfallstatistik

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Im Bereich der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten kann ebenso ein Rückgang von 11,74% (von 298 auf 263) verzeichnet werden wie bei den Unfällen mit Leichtverletzten. Hier ist 2020 die Zahl auf 1.414 Verkehrsunfälle gesunken, 11,13% (2019: 1591 Leichtverletzte) weniger als im Vorjahr und damit der niedgriste Stand im 10-Jahresvergleich.

Bei den Unfällen mit Zweirädern fällt die Statistik differenzierter aus. Die Anzahl der Unfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern sank von 488

auf 457 und somit um -6,35% (-31). Die Anzahl der Unfälle unter Beteiligung von Pedelec-Fahrern stieg hingegen von 65 auf 140 und somit um 115,38% (+75). Dieser Trend ist insbesondere in der Stadt Aachen zu erkennen, aber auch in anderen Kommunen. Ausnahmen sind hier die Stadt Eschweiler (Rückgang von 8 auf 5 (-37,5%)), die Stadt Stolberg (Rückgang von 10 auf 8 (-20%)), die Gemeinde Roetgen (Rückgang von 2 auf 1 (-50%)) sowie die Stadt Würselen (Rückgang von 17 auf 12 (-29,41%)). Ursächlich für diesen Anstieg dürfte sein, dass die Zahl von Pedelecs aufgrund ihrer Beliebtheit ständig steigt sowie die Anschaffung erschwinglicher und teilweise sogar subventioniert wird („JobBike“).

2020 verunglückten 70 Fußgänger weniger als noch 2019. Somit sank die Zahl der verunglückten Fußgänger von 318 im Jahr 2019 auf 248 im Jahr 2020 (-22,01%). Trotz des erfreulichen Rückgangs starb ein Fußgänger an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Dieser Unfall mit Todesfolge ereignete sich in Aachen auf der Halifaxstraße/Valkenburger Straße. Hier rannte ein 3-jähriges Mädchen bei Rotlicht vom Gehweg auf die Fahrbahn und wurde vom herannahenden Pkw erfasst. Das Kleinkind starb im Krankenhaus.

Auf den Straßen hier bei uns ereigneten sich 2020 insgesamt 137 Verkehrsunfälle unter Beteiligung eines Motorradfahrers. Das sind 12 Unfälle weniger als im Vorjahr (2019: 149 //-8,05%). Dabei verunglückten insgesamt 111 Motorradfahrer, 28 Verunglückte weniger als im Vorjahr (-20,14%). Bei einem Verkehrsunfall auf der Albertstraße in Eschweiler verlor ein Motorradfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Schutzgitter neben der Fahrbahn. Der 44-jährige Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptunfallursache Geschwindigkeit erfährt einen erfreulichen Rückgang von 27,8 % auf einen Wert von 276. Im Jahr 2019 lag der Wert bei 382. Auch die Verkehrsunfälle mit Personenschäden, in denen die Geschwindigkeit ursächlich für den Unfall war, sind mit einem Wert von 194 um 21,8 % gesunken. Im Jahr 2019 ereigneten sich noch 248 solcher Unfälle.

Entfernten sich im Jahr 2019 noch 4.837 Verkehrsteilnehmer unerlaubt von der Unfallörtlichkeit, so waren es im Jahr 2020 nur noch 4.154 (- 683 im Vergleich zum Vorjahr). Von den 4.154 Verkehrsunfallfluchten konnten 1.840 Fälle aufgeklärt werden. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 44,29%. In der Gesamtheit der 4.154 Verkehrsunfallfluchten ereigneten sich 163 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, was Unfallbeteiligte aber dennoch nicht davon abhielt, die Unfallörtlichkeit unerlaubt zu verlassen. In 108 dieser Fälle konnte der flüchtige Unfallverursacher ermittelt werden, was wiederum einer Aufklärungsquote von knapp 66,26% entspricht.


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