
Der Wehe-Überleitungsstollen bei Roetgen kann gebaut werden - das Genehmigungsverfahren ist beendet und die Baugenehmigung liegt vor.
Der rund fünf Kilometer lange Stollen soll Wasser vom Hasselbach zur Wehebachtalsperre leiten und so die Trinkwasserversorgung für den Großraum Aachen und Düren langfristig sichern. Denn bisher ist die Wehebachtalsperre nicht mit anderen Talsperren verbunden und auf die Niederschläge in ihrem eigenen Einzugsgebiet angewiesen.
Gleichzeitig verbessert der Stollen auch den Hochwasserschutz. Bei hohen Wasserständen kann Wasser aus dem Hasselbach in Richtung Wehebachtalsperre abgeleitet werden. Berechnungen zufolge kann dadurch bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100) der Hochwasserscheitel in Zweifall um rund 74 Prozent reduziert werden. Auch die weiter flussabwärts gelegenen Städte Stolberg und Eschweiler profitieren: Dort ist eine Reduzierung um rund 15 Prozent möglich.
Der Stollen wird mit einer Tunnelvortriebsmaschine hergestellt und soll einen Innendurchmesser von rund 3,5 Metern haben. Seine Leistungsfähigkeit wird bei etwa zwölf Kubikmetern Wasser pro Sekunde liegen.
Bis Ende 2029 soll der Wehe-Überleitungsstollen fertig werden und in Betrieb genommen werden.
Hinter dem Projekt stehen die STAWAG-Tochter WAG (Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft) und der WVER (Wasserverband Eifel-Rur).
