
Trinkwasserversorgung 2022
Unsere Trinkwasserversorgung in diesem Jahr ist gesichert. Das hat der Wasserverband Eifel-Rur bei der Vorstellung seines Jahresberichtes mitgeteilt.
Zwar habe man im Februar und im Juli zum Hochwasserschutz Wasser aus den Talsperren ablassen müssen, dennoch sei die Rurtalsperre durch den insgesamt sehr regnerischen Sommer gut befüllt. Auch die Defizite aus dem trockenen Sommer 2020 konnten durch den nassen Winter und Frühling gut wieder aufgefüllt werden.
Pläne zur Hochwasserprävention
Zur Hochwasserprävention will der WVER in Zukunft mehr in Hochwasserschutz und Gewässerprojekte investieren. Alleine für Projekte in der StädteRegion Aachen sollen über 47 Millionen Euro eingesetzt werden. In Rott und Mulartshütte sollen unter anderem zwei Hochwasserrückhaltedämme entstehen (mit einem Volumen von 394.000 Kubikmeter in Mulartshütte und 745.000 in Rott). Die Projekte sollen bis Ende 2027 fertig sein.
Auch ein Starkregen-und Überflutungswarnssystem ist geplant, das bis 2024 im Einsatz sein und 3,2 Millionen Euro kosten soll.
Hochwasser und Schäden
Während des Hochwassers im Juli letzten Jahres sind zweieinhalb so viele Niederschlagsmengen über unsere Region runtergekommen als sonst. Es flossen fast 60 Millionen Kubikmeter den Talsperren des Wasserverbandes zu - die siebenfache Menge eines gewöhnlichen Monats. Weil die Talsperren weniger gefüllt waren als üblich, konnten diese aber die großen Wassermassen gut aufnehmen, heißt es vom WVER. Die hatten im Rurtalsperrensystem statt den geforderten zehn Millionen Kubikmetern insgesamt 40 Millionen Kubikmeter Freiraum für den Hochwasserschutz.
Nur in der Rurtalsperre mussten circa eine Million Kubikmeter Wasser abgelassen werden.
Ein weiteres Thema der Bilanz ist auch die Schadensbehebung an Inde und Vicht nach dem Hochwasser. Die meisten Schäden gab es innerhalb des Flusslaufes. Laut WVER wurden bereits 75 Prozent der Schäden in dem Zuständigkeitsgebiet der Verbandes behoben. Bis Ende März wollen sie die Beseitigung beenden. In Vicht und Mulartshütte mussten beispielsweise gut 350 Tonnen Abfall entsorgt werden.
Die Behebung der Schäden an den Ufermauern dauert voraussichtlich noch bis Ende 2024.