
Viele Unternehmen verzichten auf Inflationsprämie
Der Großteil der Unternehmen in der StädteRegion drückt sich vor der Inflationsprämie. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten jetzt.
Die NGG fordert die Unternehmen auf, sich nicht vor der Prämie von bis zu 3.000 Euro zu drücken. Sie könne auch in Etappen ausgezahlt werden. Auch im Januar haben private Haushalte bei einer Teuerungsrate von 8,7 Prozent eine enorme Belastung gespürt. Wer noch keine Inflationsprämie hat, soll beim Chef anfragen, empfiehlt die NGG.
Es gehe dabei immerhin um effektive Einmalzahlungen, bei denen der Staat nicht mehr die Hand aufhalte: Für die Inflationsausgleichsprämie werden keine Steuern und Abgaben fällig – also keine Lohnsteuer, keine Abzüge für die Renten-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung.
Wichtig sei, dass es sich bei der Inflationsausgleichsprämie nicht um einen Ersatzlohn handele: „Für den fairen Lohn setzen sich die Gewerkschaften in Tarifrunden ein. Die Prämie ist eine Art finanzielles ‚Inflations-Pflaster‘, um das sich die NGG allerdings in etlichen Betrieben, aber auch bei den nächsten Tarifverhandlungen intensiv kümmern wird“, sagt Tim Lösch.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.03.2023 10:14