
Bis 2028 müssen in der Städteregion Aachen rund 3.390 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden.
Das steht in einer Prognose des Pestel-Instituts, teilt die Städteregion mit.
Der Neubau sei notwendig, um das bestehende Defizit von rund 4.630 fehlenden Wohnungen abzubauen und um abgewohnte Wohnungen nach und nach zu ersetzen - insbesondere Nachkriegsbauten, bei denen sich eine Sanierung nicht mehr lohnt.
Allerdings lahme der Wohnungsneubau. In den ersten fünf Monaten des Jahres ist in der ganzen Städteregion nur für 276 neue Wohnungen eine Baugenehmigung erteilt worden, 41 Prozent weniger als im Vorjahr.
An dem Wohnungsbedarf in der Städteregion Aachen ändere auch die Zahl leerstehender Wohnungen nichts: Der aktuelle Zensus registriert für die Städteregion Aachen immerhin rund 9.670 Wohnungen, die nicht genutzt werden. Das seien 3,2 Prozent vom gesamten Wohnungsbestand hier. Ein Großteil davon – nämlich rund 4.490 Wohnungen – stehe schon seit einem Jahr oder länger leer, das sind rund 46 Prozent vom Leerstand. Dabei gehe es oft um Wohnungen, die auch keiner mehr bewohnen kann. Sie müssten vorher komplett – also aufwendig und damit teuer – saniert werden, heißt es.