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Urteil: Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags
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Urteil: Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags

Veröffentlicht: Freitag, 04.08.2023 12:02

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Ein junger Mann, der in Aachen im Januar den Ex-Liebhaber seiner Mutter und dessen neue Lebensgefährtin mit einem Wagen angefahren hat, ist am Freitag (4.8.2023) am Aachener Landgericht zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

Die Kammer hat den Mann, der zur Tatzeit 18 Jahre alt war, unter anderem wegen versuchten Totschlags in zwei tateinheitlichen Fällen schuldig gesprochen. Weil keine Fluchtgefahr besteht, ist der U-Haftbefehl gegen ihn heute ausgesetzt worden.

Angeklagt war er ursprünglich wegen versuchten Mordes.

Nach Ansicht der Richter hat es sich um einen Aussetzer des jungen Manns gehandelt, der sonst nicht gewaltbereit sei oder andere "schädliche Neigungen" aufweise. Er habe den Ex-Freund seiner Mutter bestrafen wollen für die Zerrüttung der Ehe seiner Eltern.

Bei der Tat hat der Verurteilte damals aus dem Auto heraus den Ex-Liebhaber und dessen neue Lebensgefährtin auf einem Gehweg gesehen. Mit 38 km/h hat er die beiden angefahren, dabei sind der Ex-Liebhaber schwer und seine Begleiterin leicht verletzt worden, außerdem ist an dort geparkten Autos noch ein Schaden von etwa 10.000 Euro entstanden. Nach Ansicht der Kammer ist nur mit Glück nicht mehr passiert. Hätten die beiden Opfer gehört, wie der junge Mann auf sie zufuhr und sich umgedreht, wären die Verletzungen womöglich noch schlimmer ausgefallen.

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