
Gemüse und Fische unter der Erde züchten: Das soll ab dem Sommer am Aachener Bushof möglich sein. Die entsprechende Genehmigung für die "Underground-Farm" hat der Verein "aachen.eden e.V." für zunächst vier Jahre erhalten, teilt die Stadt jetzt mit.
In der ungenutzten Unterführung an der Kurbrunnenstraße werden im ersten Schritt unterirdisch Fischtanks, Pflanzregale und Filtersysteme aufgebaut. In Zukunft sollen auch Besucher in die Underground Farm können.
Insgesamt stehen rund 700 Quadratmeter dafür zur Verfügung.
Interview mit Vereinsgründer Fabian Roemer
Antenne AC-Reporterin Mia Schiefer hat mit dem Vereinsgründer Fabian Roemer über die Underground-Farm gesprochen.
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Das Verfahren heißt Aquaponik. Dabei werden Elemente der Aquakultur mit der Hydroponik kombiniert. Das bedeutet, dass in einem geschlossenen Wasserkreislauf die Zucht von Tieren wie Fischen, Krebsen, Muscheln oder Schnecken mit der Pflanzenzucht verknüpft wird.
Diese Kombination ermöglicht, dass in der konventionellen Aquaponik eine effektive Nährstoffverarbeitung erreicht wird, da die Ausscheidungen der Tiere mithilfe von Bakterien in biologischen Filtern in Nährstoffe für die Pflanzen umgewandelt werden.
Die Pflanzen – übereinander in Regalen gestapelt (Vertical Farming) – nehmen diese Stoffe auf. Dadurch kann auf aufwendige Filteranlagen oder den Austausch des Wassers verzichtet werden und die Pflanzen wachsen dadurch sogar schneller.
So sollen schon bald Gemüse, Salate und Speisefische unter der Erde und mitten in Aachen wachsen. „Städtischen Leerstand zu bekämpfen und gleichzeitig einen ökologischen Mehrwert in der Stadt zu schaffen, das wollen wir mit unserem Projekt erreichen“, sagt Fabian Roemer, Geschäftsführer des Vereins.




