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Unklinik-Streiks: Erste Bilanz
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Unklinik-Streiks: Erste Bilanz

Am ver.di-Streik an den Unikliniken haben sich am Mittwoch in ganz NRW 1.700 Beschäftigte beteiligt, an der Aachener Uniklinik haben zu Beginn in der Frühe schon über 150 Kollegen der Frühschicht die Arbeit niedergelegt.

Die Gewerkschaft spricht von einem "starken Auftakt". Jetzt erwarte man die sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag Entlastung. Den Weg dafür müsse die Landesregierung frei machen, so Kay Mühle, der stellvertretende Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Aachen/Düren/Erft.

An den Unikliniken würde verantwortungsbewusst gestreikt, sagt Harald Meyer, der bei ver.di für den Streik in Aachen zuständig ist. Selbstverständlich würden alle Notfälle versorgt - auch wenn die Geschäftsführung eine geeinte Notdienstvereinbarung ablehne. Bettensperrungen und Stationsschließungen würden mit entsprechendem Vorlauf angekündigt.

ver.di will die Arbeitsbedingungen in den Kliniken mit einem Tarifvertrag Entlastung verbessern. Der schreibe eine verbindliche Personalbemessung für Bereiche/Stationen/Berufsgruppen fest. Er gewähre Beschäftigten einen Belastungsausgleich, falls sie dennoch in unterbesetzten Schichten arbeiten müssten. Auch Auszubildende sollen über den Tarifvertrag bessere Bedingungen erhalten, da gehe es um mehr Zeit für die Ausbildung und eine bessere Qualität der Ausbildung.

Am 7. Mai um 12:00 Uhr ruft ver.di unter dem Motto „Wir für euch, ihr für uns“ zu einer Großdemonstration in Düsseldorf auf. (Treffpunkt ist das DGB Haus (Friedrich -Ebert-Str) in Düsseldorf. Weitere Informationen finden sich hier: https://notruf-entlastungnrw.de)

An der Uniklinik Aachen läuft schon am Donnerstag früh ab halb sechs eine Streikkundgebung.

Veröffentlicht: Mittwoch, 04.05.2022 11:14

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