
Für die neue Aachener Brücke an der Turmstraße plant die Stadt Aachen aktuell eine Freigabe für alle im September.
Die Verzögerungen bei der Fertigstellung haben laut der Stadt mehrere Gründe.
Man habe die Ausführungsplanung überarbeiten müssen, dadurch hätten sich die Arbeiten an den Querträgern und weitere Folgearbeiten verschoben, außerdem sei im letzten Winter das Wetter zu schlecht gewesen.
Die Verzögerungen der Fertigstellung hätten aber keine relevanten Auswirkungen auf den erhöhten Ausweichverkehr, der durch die Vollsperrung der Haarbachtalbrücke an der A544 entsteht.
(Foto oben: Arbeiten an der Brücke im November 2023)
Weitere Infos der Stadt zu den aktuellen Arbeiten an der Brücke Turmstraße:
"Viele Arbeiten wurden in den vergangenen Wochen am Neubau der Brücke Turmstraße fertiggestellt. Nachdem auf beiden Seiten parallel die Kappen betoniert wurden, konnten die Geländer montiert und die Gehwege in den Anschlussbereichen hergestellt werden. Aktuell wird der Berührungsschutz montiert und weiter an den Gehwegen gearbeitet.
Doch es gibt noch einige Arbeiten, die darüber hinaus anstehen: Im Fahrbahnbereich muss noch der Beton für die Abdichtung vorbereitet werden, es folgen die Abdichtung und anschließend der Einbau der Asphaltfahrbahnoberfläche. Zum Schluss muss noch die Fahrbahnmarkierung aufgebracht werden. Alle diese Arbeiten sind witterungsabhängig; insbesondere erfordern sie jeweils einen trockenen Untergrund, damit der jeweilige Schichtenverbund sichergestellt werden kann.
Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, die Arbeiten schnellstmöglich fertigzustellen. Oberste Priorität ist jedoch, die Qualität der Ausführungen sicherzustellen. Im aktuellen Bauzeitenplan der beauftragten Firma wird eine Freigabe für alle Verkehrsteilnehmer*innen im September in Aussicht gestellt.
Die eingerichtete und sehr gut angenommene Umleitungsstrecke für den motorisierten Verkehr bleibt bis zur Fertigstellung bestehen. Die Verzögerung der Fertigstellung hat nach den Berechnungen des beauftragten Aachener Ingenieurbüros für Stadt- und Verkehrsplanung (BSV) keine relevanten Auswirkungen auf den erhöhten Ausweichverkehr, der durch die Vollsperrung der Haarbachtalbrücke (A544) entsteht.
Die Brücke Turmstraße aus dem Baujahr 1971 war eine zwei-Feld-Brücke aus Stahlbeton mit Hohlkästen, die längs und quer vorgespannt war. Der Zustand der Brücke hatte sich seit 2013 kontinuierlich verschlechtert. Die Schäden zeigten sich an diversen Stellen. So war unter anderem der Beton am äußeren Überbau, an den Unterbauten sowie in den Hohlkasteninnenräumen schadhaft. Es kam zu Betonabplatzungen und Ausblühungen. Weiterhin zeigte sich, dass die Wölbung der Bodenplatte nicht fachgerecht ausgeführt worden war. Es gab feuchte Stellen, stehendes Wasser im Hohlkasten und ein defektes Entwässerungssystem. Die Brücke musste deshalb abgerissen werden. Untersuchungen zeigten, dass ein Ersatzneubau als Verbundbrücke am wirtschaftlichsten ist.
Die neue Brücke wird auf 22,20 Meter verbreitert. Diese Veränderung wird sich zunächst auf die Gehwege auswirken. Der Gehweg in Richtung Schanz wird auf 2,50 Meter angepasst, in Richtung Ponttor von derzeit 2,20 Metern auf 3,50 Metern verbreitert."