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TÜV mitverantwortlich für Dammbruch in Brasilien?
© Misereor
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TÜV mitverantwortlich für Dammbruch in Brasilien?

Das Aachener Hilfswerk Misereor fordert, dass die Affäre um den deutschen TÜV SÜD in Brasilien aufgeklärt wird.

Der TÜV soll dort für einen folgenschweren Dammbruch mitverantwortlich sein.

Bei dem Unglück in einer Eisenerzmine bei Brumadinho vor rund einem Jahr sind 272 Menschen getötet worden - außerdem sind dabei die Natur schwer beschädigt und das Trinkwasser verseucht worden.

Vier Monate vorher hat der TÜV noch bestätigt, dass der Damm stabil sei.

Inzwischen liegen Strafanzeigen und Klagen vor unter anderem wegen Umweltverbrechen, wegen Mordes, wegen fahrlässiger Tötung. Nicht nur die Behörden in Brasilien, auch die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt in der Angelegenheit.

Misereor fordert schon länger - auch per Petition - ein Lieferkettengesetz, mit dem Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden haftbar gemacht werden können.

(Das Foto zeigt eine Protestaktion vorm TÜV SÜD in München im vergangenen Oktober.)

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.01.2020 09:54

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