Anzeige
Töten von "problematischen Wölfen"
© Pixabay
Teilen: mail

Töten von "problematischen Wölfen"

Veröffentlicht: Freitag, 01.12.2023 12:58

Anzeige

(Update)

Problematische Wölfe, die Schutzzäune überwunden und Nutztiere gerissen haben, sollen künftig schneller als bisher getötet werden dürfen.

Darauf haben sich die Umweltminister von Bund und Ländern geeinigt. NRW-Umweltminister Krischer spricht von einem "Durchbruch".

Die Bundesländer sollen jetzt bestimmte Regionen mit vermehrten Wolfsrissen festlegen. Anders als bisher soll dann für einen Abschuss nicht erst eine DNA-Analyse abgewartet werden müssen, wenn ein Wolf Schutzvorkehrungen überwunden und Nutztiere gerissen hat.

Hermann Carl, der Wolfsberater des Landes NRW aus Monschau, begrüßt diese grundsätzliche Einigung, hat er Antenne AC gesagt:

Anzeige
Hermann Carl, Wolfsberater des Landes NRW aus Monschau
Eine vernünftige Regulierung ist immer gut
Anzeige

Außerdem seien Wölfe schlau und würden auf Abschüsse reagieren, so Carl weiter.

Anzeige
Hermann Carl, Wolfsberater des Landes NRW aus Monschau
Wölfe sind schlau
Anzeige

Der Herdenschutz sei ausschlaggebend für ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Weidetierhaltung und Wolfsvorkommen, so Krischer. "Wir brauchen darüber hinaus aber bundesweit eine praxisgerechtere und rechtssichere Vorgehensweise, um verhaltensauffällige Einzelwölfe zu entnehmen."

Die Einigung ist laut Bundesumweltministerin Lemke mit EU-Recht vereinbar. Das Vorgehen bei problematischen Wölfen sei auch ein Zeichen der Versöhnung, um den gesellschaftlichen Konflikt zu befrieden. Nutztierhalter und Landwirte hatten weitergehende Maßnahmen gefordert.

In der Nordeifel hier bei uns haben Wölfe schon öfter Nutztiere gerissen.

Besonders stark betroffene Bundesländer wollen mit einheitlichen Länderverordnungen den schnelleren Wolfsabschuss schon zum Start der Weidesaison 2024 möglich machen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat am Freitag in Münster entsprechende Gespräche angekündigt. Dabei geht es um Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige