
Tierquälerei bei Bio-Bauer: Erstmal nur Geldbuße
Mit einer Geldbuße von 1800 Euro davongekommen ist ein Bio-Bauer aus Monschau-Konzen, der wegen Tierquälerei vorm Monschauer Amtsgericht gestanden hat.
Weil drei seiner Kühe im Januar 2019 zeitweise bei eisigen Temperaturen ohne Schutz, Futter und Wasser im Freien ausharren mussten, haben damals Nachbarn die Behörden alarmiert, berichtet die Aachener Zeitung. Ein Tier hat man dann noch vor Ort von seinen Qualen erlösen müssen. Ein zweites Tier habe sich nur noch im Kreis drehen können. Laut der Richterin müssen die Kühe schon über einen längeren Zeitraum gehungert haben.
Im März letzten Jahres haben Wanderer auch noch eine auf der Weide verendete Kuh gemeldet, die bei der Geburt eines Kälbchens gestorben ist; das Jungtier hat leblos im Geburtskanal gesteckt.
Auf dem Hof leben derzeit rund 160 Tiere.
Die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße begründet das Gericht damit, dass der Biobauer bisher nicht vorbestraft ist. Er sei jetzt im Visier der Behörden und solle die Chance bekommen, seinen Betrieb in Ordnung zu bringen.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.09.2020 10:06