
Die Beschäftigten beim Aachener Waggonbauer Talbot haben sich am Montag symbolisch an die Seite der Kollegen des Aachener Contintental-Reifenwerks gestellt.
Die "Talbötter" sind um 15:05 Uhr zu einem Solidaritätsmarsch von Talbot an der Jülicher Straße aus zu Conti nach Rothe Erde gestartet.
Die Waggonbauer haben sich vor acht Jahren in einer ähnlichen Situation befunden - und haben damals auf die Unterstützung vieler zählen können. Deswegen wollen sie jetzt die Beschäftigten von Conti nicht im Stich lassen.
Am Dienstag und am Mittwoch wird der Continental-Aufsichtsrat voraussichtlich der Schließung des Aachener Werks bis 2021 und damit dem Verlust von 1800 Arbeitsplätzen zustimmen.
Außerdem wird im Aachener Dom am Montagabend ein Solidaritäts-Zeichen für die Mitarbeiter des Continental-Reifenwerks in Rothe Erde gesetzt. Die Katholikenräte von Aachen-Stadt, Aachen-Land und Heinsberg sowie der Diözesanrat im Dom laden dorthin ein zum politischen Abendgebet. Die Schließung des wirtschaftlich gesunden Werkes aus Gründen reiner Gewinnmaximierung sei ein "arbeitspolitischer Skandal", heißt es von den Veranstaltern. Mit dem Vorgehen untergrabe Continental die Menschenwürde - und das fordere auch den Widerstand der Kirche. Das Abendgebet beginnt um 18 Uhr. Wegen der Corona-Pandemie sollen alle Teilnehmer einen Zettel mit ihrem Namen und ihrer Telefonnummer mitbringen.



