
Syrien: Erdbebenopfer auf Selbsthilfe angewiesen
In Syrien bleiben die Betroffenen des Erdbebens trotz mittlerweile stärkerer internationaler Unterstützung auf die Selbsthilfe der Menschen angewiesen, um nicht vollständig zu verzweifeln.
Darauf weist das Aachener Hilfswerk missio hin.
Am schlimmsten geht es demnach Binnenflüchtlingen, die wegen des Kriegs in den letzten Jahren ihre Heimatdörfer verlassen haben und seitdem schon in schmutziger Armut leben müssen. Das internationale Netzwerk von Ordensfrauen gegen Menschenhandel „Talitha Kum“, ein missio-Partner, hat von den Aachenern zunächst 20.000 Euro Akuthilfe bekommen. Damit werden etwa 100 Familien in der Region Latakia versorgt.
Schulen, christliche Gemeinden, Moscheen und Sporthallen seien als lokale Aufnahmestationen für obdachlos gewordene Familien bereits stark überfüllt, berichtet missio. Allein 80 Schulen seien in der Region Latakia für den Schulbetrieb geschlossen, weil dort die Menschen versorgt werden müssten. Wenn diese lokalen Akteure nicht weiter unterstützt würden, bestehe die große Gefahr, dass sie zur Migration gezwungen sind und dabei Opfer von Menschenhandel werden.
Das missio-Spendenkonto bei der Pax-Bank: IBAN: DE23 3706 0193 0000 1221 22 /// BIC: GENODED1PAX
Veröffentlicht: Freitag, 17.02.2023 15:51