
Subventionsbetrug: Razzia auch in Aachen
Wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug haben die Behörden am Mittwoch seit dem frühen Morgen 35 Objekte in NRW, Niedersachsen, Hamburg und Berlin durchsucht. Bei dem Großeinsatz der Staatsannwaltschaft Düsseldorf, des LKA und der Steuerfahndung ist auch ein Objekt in Aachen überprüft worden.
Ermittelt wird wegen gewerbs- und bandenmäßigen Subventionsbetrugs gegen momentan 40 Beschuldigte, der mutmaßliche Schaden beträgt zirka sieben Millionen Euro. Vier der Verdächtigen sind festgenommen worden.
Im Fokus des Verfahrens stehen fünf deutsche und türkische Beschuldigte im Alter von 29 bis 55 Jahren. Sie sollen in der Zeit von März 2020 bis Juni 2022 unberechtigterweise Mittel aus verschiedenen staatlichen Fördermaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (sog. Corona-Hilfen) sowie Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kassiert haben.
Dafür sollen sie sich eines Geflechts aus Scheinfirmen und zahlreicher Strohleute bedient haben, die als vermeintliche Geschäftsführer agierten. Die erhaltenen Gelder sind vermutlich zwecks Verschleierung auf andere Firmenkonten verschoben, in bar verfügt oder auf überwiegend türkische Konten transferiert worden. Den anderen Beschuldigten wird - in unterschiedlichem Umfang - die Beteiligung an den genannten Taten vorgeworfen.
Die Durchsuchungsmaßnahmen sind gelaufen in Essen (3), Dortmund (3), Köln (2), Gelsen-kirchen, Wesel, Leverkusen, Ratingen (3), Aachen, Halver, Lüdenscheid (3), Asche-berg, Hagen (2), Düsseldorf, Düren (2), Bochum, Osnabrück, Recklinghausen, Münster, Neuss, Hamburg (2) und Berlin (3). Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel, dauern an.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.12.2022 13:53