
Strombrücke Deutschland-Belgien steht
In Aachen-Lichtenbusch steht die erste Strombrücke zwischen Deutschland und Belgien.
Die Projektpartner, der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Amprion und sein belgischer Partner Elia, haben das 90 Kilometer lange Erdkabel ALEGrO jetzt dort verbunden.
Die Arbeiten an der Gleichstromverbindung liegen trotz Pandemie im Zeitplan und stehen kurz vor dem Abschluss, heißt es. Im Oktober soll ALEGrO dann in Betrieb gehen - und ab Mitte November steht das Kabel für den europäischen Strommarkt zur Verfügung. Stromhändler können die Transportkapazitäten über die deutsch-belgische Grenze ersteigern und für den internationalen Stromaustausch nutzen.
Die 90 Kilometer lange Stromverbindung zwischen den Umspannanlagen Oberzier im Rheinland und Lixhe in der Wallonie kann rund 1.000 Megawatt Leistung übertragen. Sie stellt dringend erforderliche Netzkapazitäten für grenzüberschreitende Stromflüsse bereit und stärkt gleichzeitig die Versorgungssicherheit im Raum Aachen-Köln, teilt Amprion mit.
Die Europäische Kommission stuft das ALEGrO-Projekt als eines ihrer Vorhaben von gemeinsamem Interesse ("Project of Common Interest") ein. Der Interkonnektor ALEGrO verbindet das deutsche und das belgische Netz. Damit trägt er maßgeblich dazu bei, dass die europäischen Energiemärkte näher zusammenwachsen. Dies erleichtert die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem und erschließt günstige Stromquellen für die Verbraucher.
(Foto: Die Projektleiter Ingo Sander, Amprion (orange Weste) und Dirk Wellens, Elia, an der deutsch-belgischen Grenze in Lichtenbusch)
Veröffentlicht: Mittwoch, 16.09.2020 11:04