
Der größere Stromausfall in Aachen am Dienstagmittag ist durch Tiefbauarbeiten eines Unternehmens vorm Umspannwerk Rothe Erde verursacht worden.
Wie die Regionetz am Mittwoch mitteilt, hat die externe Firma für ihren Glasfaserausbau eine "Erdrakete" eingesetzt.
Eine "Erdrakete" (auch: Bodenverdrängungshammer) ist ein pneumatisches Gerät zur grabenlosen Verlegung von Rohren und Kabeln im Tiefbau. Sie wird mittels Druckluft durch das Erdreich geschossen, verdichtet den Boden und schafft unterirdische Kanäle, ohne den Oberboden (z.B. Gärten, Straßen) zu zerstören.
Dadurch seien auf der Hochspannungsebene (110 kV) mehrere Umspannwerke ausgefallen - und das habe zum Stromausfall um 13:01 Uhr geführt.
In unmittelbarer zeitlicher Folge kam es – ausgelöst durch den ersten Schaden – zum Ausfall einer weiteren Hochspannungskabelstrecke. Diese Verkettung führte schließlich zu der beschriebenen Versorgungsunterbrechung.
Die Regionetz habe dann die Wiederversorgung unmittelbar gestartet, sodass nach wenigen Minuten die ersten beiden innerstädtischen Umspannanlagen wieder zur Verfügung standen. Die vollständige Wiederversorgung war um 13:22 Uhr abgeschlossen.