
In der Aachener Innenstadt gibt es jetzt zusätzliche Straßenschilder auf Öcher Platt.
Die ersten drei Schilder hängen an der Ecke Münsterplatz/Schmiedstraße/Kleinmarschierstraße. Auf Öcher Platt sind das der "Mönsterpläj", "Ongerjen Schmeä" und de "Klengmaschechstroeß".
Die Idee dazu hat der Verein "Thouet-Preis" entwickelt und dann zusammen mit der Stadt umgesetzt. Oberbürgermeister Marcel Philipp gefällt das sehr, denn es sei ein Stück Kultur, die im Alltag auch noch verwendet werde. Und es vermittle Heimatgefühl.
Im kommenden Jahr werden weitere Straßenschilder auf Öcher Platt aufgestellt - insgesamt sollen es 17 verschiedene werden. Erklärter Lieblingsname des Oberbürgermeisters ist das „Rommenejjjäißje“, die Romaneygasse zwischen Hof und Krämerstraße.
Ägid Lennartz vom Verein "Thouet-Preis" verspricht sich von der Zusatzbeschilderung auch tiefere Einblicke in die Lokalhistorie. „Ongerjen Schmeä“ zum Beispiel ist wohl der Hinweis darauf, dass man sich unterhalb der Schmiede befindet, möglicherweise jener Arbeitsstätte des legendären Wehrhaften Schmiedes aus der Aachener Stadtgeschichte. Hinterlegen möchte der Verein „Thouet-Preis“, der am 6. Januar wieder seine Preisverleihung im Rathaus feiert, das Projekt mit einer Agenda der Straßen auf Öcher Platt und ihrer Bedeutung.
Noch ein paar Straßennamen auf Öcher Platt: Tolbetstroeß (Adalbertstraße); Bejaadejrav (Alexianergraben); Pärvesch (Domhof); Feschmaat (Fischmarkt); Maschechstroeß (Marschierstraße/heute Franzstraße); Honndermaat (Hühnermarkt), Jokebstroeß (Jakobstraße); Jängstroeß (Jesuitenstraße); Könnekstroeß (Königstraße); Open Rues (Rosstraße); Open Sankel (Sandkaulstraße); Wirresbonget (Wirichsbongardstraße), Kriem (Krämerstraße), Maat (Markt), Ponk (Pontstraße), Jrueßköllestroeß (Großkölnstraße).


