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Stolberg plant Fernwärmenetz
© Tobias Schneider/Kupferstadt Stolberg
Gruppenbild der letzten Plenumssitzung des Projektes „Grüne Talachse Stolberg 2030“ im April 2024.
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Stolberg plant Fernwärmenetz

Veröffentlicht: Donnerstag, 13.06.2024 14:57

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Die Stadt Stolberg hat damit begonnen, an ihren Wärmeplänen zu arbeiten.

Die müssen alle Kommunen aufgrund des neuen Gesetzes "für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ bis spätestens Mitte 2028 vorlegen.

In Stolberg will man das schon bis Mitte kommenden Jahres erledigt haben. Dort planen die Stadt und ihre Projektpartner im Rahmen der "Grünen Talachse 2030" seit 2021 ein Fernwärmenetz durch Nutzung der Abwärme von heimischen Industriebetrieben. Dafür hat der Bund auch schon Fördergelder von knapp 115.000 Euro zugesagt.

„Der kommunale Wärmeplan wird gebietsscharf darlegen, wo in Stolberg welches Wärmenetz umgesetzt werden kann“, so der Erste und Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Die Stadt Stolberg habe durch das frühzeitige Beantragen der Förderung weitere Vorteile: „So haben wir nicht nur die Förderung überhaupt erhalten, sondern hatten es auch deutlich leichter, mit der EWV einen kompetenten Anbieter zur Erstellung unserer Wärmeplanung zu finden.“

Die Planungen für das Fernwärmenetz im Strukturwandelprojekt „Grüne Talachse“ laufen parallel weiter. Zur Versorgung bieten sich lauut der Stadt besonders Gebiete entlang der Innenstadttalachse an.

Aktuell laufen die Abstimmungen mit infrage kommenden Unternehmen zur Bereitstellung der Abwärme. Danach will man Fördermittel für die Erstellung einer Planung beantragen, so dass in rund 3 Jahren schon mit dem Bau des Fernwärmenetzes begonnen werden könnte.

Als weiteren wichtigen Pfeiler der „Grünen Talachse“ nennt Stolberg die Verfügbarkeit von Wasserstoff für lokale Industrie. Aktuell bemüht sich die Stadt um einen Anschluss an das bundesweite Wasserstoffkernnetz.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass unmittelbar an Stolberg vorbei oder sogar durch die Kupferstadt hindurch einer der Korridore des durch die Bundesregierung beschlossenen Wasserstoffkernnetzes läuft, ist sehr hoch“, sagt Peter Wackers, der Amtsleiter für Wirtschaftsförderung. „Für unsere Unternehmer wäre eine Anbindung an das Wasserstoffkernnetz sowohl regional als auch global gesehen ein weiterer wichtiger Standortvorteil.“

Stolberg könnte nach derzeitigem Stand um 2030 herum eine der ersten Kommunen der Region sein, die in großen Mengen Wasserstoff aus einer Pipeline abnehmen könnte.


(Foto: Gruppenbild der letzten Plenumssitzung des Projekts „Grüne Talachse Stolberg 2030“ im April 2024.)

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