
Stolberg hofft auf "Europa nostra"-Fördergeld
Die Stadt Stolberg hat sich um Fördergeld von der EU-nahen Nichtregierungsorganisation "Europa nostra", also "unser Europa" beworben.
"Europa nostra" setzt sich für den Schutz und die Förderung des Kultur- und Naturerbes ein.
Unter Bewerbungen aus 45 Ländern hat es Stolberg bis jetzt schon in die Vorauswahlliste der besten 12 geschafft – mit guten Chancen, am Ende zu den sieben am meisten gefährdeten Kulturerbestätten zu gehören.
In Stolberg hat das Sommer-Hochwasser 235 von 701 denkmalgeschützten Kulturerbestätten getroffen - rund drei Viertel davon in der Innenstadt.
Laut Bürgermeister Haas ist die Förderung durch Europa Nostra ein Stadtentwicklungsprogramm, das die Wiederaufbau-Planungen nicht nur sinnvoll ergänzt, sondern auch eine europäische Perspektive und Zugang zu europäischen Fördermöglichkeiten biete. Stolberg habe mit der Förderung die einmalige Chance, eine europäische Beispielstadt zu werden und „die riesigen Potenziale der wunderschönen und historisch wertvollen Innenstadt noch deutlich besser zu nutzen.“
Die endgültige Entscheidung, ob Stolberg es in die Endauswahl schafft, fällt voraussichtlich Ende März oder Anfang April.
Was ist „Europa Nostra“?
"Europa Nostra" bezeichnet sich selbst als "zivile Stimme der Zivilgesellschaft, die sich für den Schutz und die Förderung des Kultur- und Naturerbes einsetzt". Die Initiative steht der EU zwar nah, hat politisch mit ihr aber nichts zu tun. Es ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorgansisationen, der auch von Unternehmen und Privatpersonen unterstützt wird. Die Initiative wurde 1963 gegründet und gilt heute als größtes und repräsentativstes Netzwerk für das europäische Kulturerbe.
Veröffentlicht: Freitag, 21.01.2022 10:14