Anzeige
Sternsinger: Gesundheitssysteme für Kinder stärken!
© Hanaa Habib/Kindermissionswerk/ich.tv
Teilen: mail

Sternsinger: Gesundheitssysteme für Kinder stärken!

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.11.2021 09:16

Anzeige

Im Vorfeld des Internationalen Tags der Kinderrechte am Samstag setzt sich das Aachener Kindermissionswerk "Die Sternsinger" dafür ein, dass im globalen Süden die Gesundheitssysteme gestärkt und gefördert werden.

Denn für viele Kinder dort sei das Recht auf eine bestmögliche Gesundheit und gute Entwicklung nach wie vor nicht gewährleistet. Zwar sei die Kindersterblichkeit in den letzten 30 Jahren weltweit um über die Hälfte gesunken, allerdings sterben noch immer sterben 5,2 Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr - viele von ihnen an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall, Atemwegserkrankungen, Masern und anderen Infektionskrankheiten. Die Gründe: Armut, schlechte Hygienebedingungen und schwache Gesundheitssysteme. Außerdem spielen Unter- und Mangelernährung bei bis zu 45 Prozent der globalen Todesfälle von Kindern unter fünf eine Rolle.

Hinzu kämen jetzt auch noch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwar haben an Covid-19 erkrankte Kinder bisher meist milde Krankheitsverläufe, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie wirkten sich dennoch auf die Gesundheit von Kindern aus. 22 Millionen Mädchen und Jungen haben keine Masernimpfung erhalten, auch viele andere Routineimpfungen sind ausgefallen und lassen die Kinder ungeschützt. Der Anteil von Kindern, die in mehrdimensionaler Armut leben, also ohne ausreichende Ernährung und Schulbildung, mit geringem Zugang zu Sanitäranlagen und sauberem Wasser, hat um 15 Prozent zugenommen.

Noch tiefgreifender seien die Folgen des Klimawandels für die Gesundheit von Mädchen und Jungen. Kleinkinder, deren Organe sich noch entwickeln, sind besonders empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen. So trage die hohe Feinstaubbelastung schon jetzt zu einer erheblichen Zahl an Atemwegserkrankungen bei. Mehr als 90 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren weltweit atmet permanent mit Feinstaub stark belastete Luft ein. Extremwetterereignisse werden weiter zunehmen. Hitzewellen können bereits das ungeborene Kind im Mutterleib schädigen und Fehlbildungen verursachen, aber auch für Babys und Kleinkinder, deren Wärmeausgleichsvermögen noch nicht ausgereift ist, stellen sie eine echte Gefahr dar. Die Zunahme von Wetterextremen wird sich auch negativ auf die Verfügbarkeit und Qualität von Trinkwasser auswirken.

Die Förderung von Kindergesundheit ist wichtiger Bestandteil der Projektarbeit des Kindermissionswerks "Die Stersinger". 2020 hat es 156 Gesundheitsprojekte mit rund 10,5 Millionen Euro unterstützt. Dazu zählen Basis-Gesundheitsdienste, die Krankheiten und Verletzungen behandeln sowie Impfungen und Vorsorge-Untersuchungen anbieten, Bau und Ausstattung von Krankenstationen und Ernährungszentren, Schwangerschaftsvorsorge und Mutter-Kind-Programme sowie Schulclubs, in denen sich Kinder selbst mit Gesundheit, Hygiene und gesunder Ernährung beschäftigen.

Das Thema Kindergesundheit steht auch im Mittelpunkt der kommenden Sternsingeraktion. „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ lautet das Motto der 64. Aktion Dreikönigssingen.

Anzeige
Sternsinger: Gesundheitssysteme für Kinder stärken!
© Francis Kokoroko/Kindermissionswerk/Fairpicture
Anzeige
Anzeige
Anzeige