
Steigende Preise: NGG fordert u.a. Energiepreisdeckel
Der Krieg in der Ukraine und die steigenden Preise führen zu massiven Kaufkraftverlusten für uns alle - auch hier in der StädteRegion Aachen.
Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hier bei uns hin und bezieht sich auf eine Kaufkraftanalyse des Pestel-Instituts.
Demnach verlieren die Haushalte hier bei uns dieses Jahr insgesamt rund 265 Millionen Euro. Alleine bei Lebensmitteln müssen wir Verbraucher zusammen mit Mehrausgaben von 122 Millionen Euro rechnen - vorausgesetzt, die bisherige Teuerungsrate zieht nicht noch weiter an.
Die NGG spricht von "alarmierenden Zahlen" - und besonders betroffen seien Menschen mit schmalem Portemonnaie. Vom Kellner bis zur Bäckereifachverkäuferin – Beschäftigte, die keine Spitzenverdiener sind, müssten derzeit jeden Cent zweimal umdrehen.
So habe der durchschnittliche Haushalt in der Städteregion Aachen in der ersten Jahreshälfte allein bei Nahrungsmitteln eine Zusatzbelastung von 38 Euro im Monat zu tragen. Die Mehrausgaben für Energie belaufen sich auf monatlich 35 Euro, Mobilität verteuere sich um zehn Euro.
Was man jetzt brauche, seien spezielle Hilfen für Beschäftigte mit geringen Einkommen - und auch für Rentner, Studierende und Arbeitsuchende. Die bisherigen Entlastungspakete der Bundesregierung reichten nicht aus, so die NGG, die Ampel müsse nachlegen.
Die Gewerkschaft fordert einen „Energiepreisdeckel“, um Privathaushalte vor explodierenden Kosten für Gas und Strom zu schützen. Dabei müssten alle Entlastungen sozial ausgewogen sein. Es wäre ihrer Ansicht nach auch konsequent, Reiche stärker an der Finanzierung der Krisenlasten zu beteiligen – zum Beispiel durch eine einmalige Vermögensabgabe.
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.07.2022 09:07