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STAWAG setzt auf Tiefengeothermie
© Pixabay/Stefan Schweihofer
(Geothermie-Bohrung in Bayern)
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STAWAG setzt auf Tiefengeothermie

Veröffentlicht: Dienstag, 30.09.2025 09:59

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Die STAWAG hat ihr Projekt „Geothermie für die Region Aachen“ gestartet und will so die lokale Wärmeversorgung nachhaltiger machen.

Ab Dezember werden nordöstlich von Aachen seismische Messungen durchgeführt, um heißes Tiefenwasser zu finden.

Ziel ist es, künftig mehr klimafreundliche Fernwärme aus Geothermie zu gewinnen und die Netze auszubauen.

Das Projekt ist Teil des NRW-Masterplans Geothermie und wird vom Land gefördert.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Wärmeerzeugung umzustellen. Dazu setzen wir auf einen Mix verschiedener Energieträger“, sagt Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH. „Noch kommt ein großer Teil der Fernwärme aus dem Braunkohlekraftwerk Weisweiler. In Zukunft nutzen wir Wärme aus der Müllverbrennungsanlage, aus hocheffizienten Blockheizkraftwerken und aus erneuerbaren Energien. Die Tiefengeothermie soll dabei eine wichtige Rolle übernehmen.“

Die Vorteile der Erdwärme lägen auf der Hand: „Sie steht jederzeit verlässlich zur Verfügung, benötigt keine Brennstoffe und kann große Energiemengen auf vergleichsweise kleiner Fläche liefern“, unterstreicht Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG.

Die STAWAG erinnert daran, dass die Nutzung von Thermalwasser in Aachen Tradition hat. Schon die alten Römer hätten die heißen Quellen zu schätzen gewusst. Thermalwasser tritt in Aachen an mehreren Stellen mit bis zu 70° C an die Oberfläche. In Burtscheid nutzt die STAWAG es bereits zur Wärmeversorgung mehrerer Gebäude. „Mit der jetzt anstehenden Seismik wollen wir untersuchen, ob es davon entkoppelte, aber ähnliche geologische Strukturen nordöstlich von Aachen gibt“, fügt Brösse hinzu.


(Foto: Geothermie-Bohrung in Bayern)

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