
STAWAG: Mehr Tempo bei Fernwärme
Wegen des Drucks auf die Energiekosten durch den Krieg in der Ukraine will der Aachener Energieversorger STAWAG beim Aus- und Umbau der Fernwärme noch mehr Tempo machen und schließt weitere Objekte an.
Die STAWAG bezeichnet Fernwärme als hocheffizient und unabhängig von Energieimporten.
In der Aachener Alfonsstraße werden jetzt sechs Mehrfamilienhäuser (neue Studentenapartments und Eigentumswohnungen) mit Fernwärme der STAWAG versorgt. Angebunden wird das Projekt über das Fernwärme-Innenstadtnetz von der Lothringerstraße aus. Die Rohrleitungen werden dabei so dimensioniert, dass sie für weiteren Zuwachs geeignet sind. Das Frankenberger Viertel ist eines der Gebiete, die die STAWAG verstärkt mit Fernwärme beliefern möchte – dort befinden sich viele Immobilien, die absehbar neue Heizkonzepte benötigen.
Über eine mittlere Frist will die STAWAG das städtische Leitungssystem für Fernwärme so ausbauen, dass durch Ringschlüsse die Versorgungssicherheit weiter optimiert wird. Für die stark wachsende die Attraktivität der Fernwärme stehen auch die sieben Megawatt an Anschlussleistung, für die die STAWAG im Jahr 2021 stadtweit Verträge abschließen konnte.
Für die Wärmeversorgung betreibt die STAWAG in Aachen schon sieben dezentrale, kleine Blockheizkraftwerke (BHKW) auf der Basis von Biomethan, zwei weitere folgen. Um auch die Fernwärme, die heute noch zum größten Teil aus der Abwärme des Kohlekraftwerks Weisweiler gewonnen wird, klimafreundlich bereitzustellen, setzt die STAWAG auf erneuerbaren Energien wie Tiefengeothermie, Solarthermie und weitere Wärmeauskopplungen. 2030 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Bei der Tiefengeothermie kooperiert die STAWAG mit dem Fraunhofer Institut IEG.
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(Foto: Blockheizkraftwerk Campus Melaten, Aachen)
Veröffentlicht: Montag, 02.05.2022 15:03