
Die StädteRegion Aachen will den Katastrophenschutz für die Zukunft anpassen. In einer Projektgruppe haben die Teilnehmer ein Strategiepapier entwickelt, in dem vier wichtige Säulen festgelegt wurden. Zum einen geht es ums Ehrenamt und die Ausstattung im Katastrophenschutz. Das Ehrenamt muss grundsätzlich attraktiver gemacht und finanziell unterstützt werden.
Die zweite Säule ist die Aufklärung der Bevölkerung. Die muss sachlich und ohne Angst handeln, sagt Projektleiter Andreas Dovern.
Ebenfalls wichtig sei die Behörde und ihre Amtsfähigkeit während einer Krise. In so einem Fall ist unter anderem ein Krisenstab nötig, der mit festgelegten Mitgliedern schnell handeln kann.
Bei der vierten Säule geht es um die hauptamtliche Personalentwicklung. Vor allem auffällig ist, dass die anstehenden Aufgaben nicht mehr mit dem aktuell vorhandenen Personal bewältigt werden können, heißt es in dem Papier. Für kommendes Jahr will die StädteRegion die Personallage weitere Vollzeitstellen aufstocken. Außerdem ist ein Bevölkerungsschutzzentrum Nord geplant. Das soll voraussichtlich 2030 fertiggestellt sein.
Ausschlaggebend für das Strategiepapier war unter anderem die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021.
Das Strategiepapier wurde vom Ausschuss für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz einstimmig beschlossen. Die endgültige Entscheidung soll Mitte Juni beim Städteregionstag fallen.

