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StädteRegion auf ukrainische Flüchtlinge vorbereitet
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StädteRegion auf ukrainische Flüchtlinge vorbereitet

Veröffentlicht: Dienstag, 01.03.2022 10:39

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Die StädteRegion Aachen bereitet sich auf die Ankunft ukrainischer Flüchtlinge vor.

In Aachen stehen aktuell knapp 500 Plätze in zwei Unterkünften zur Verfügung. Die Stadt Aachen steht nach eigenen Angaben im Austausch mit Aufnahmelagern in Polen. Von dort aus sei bereits ein Bus mit einer Gruppe ukrainischer Flüchtlinge nach Aachen unterwegs, so Rolf Frankenberger vom Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen.

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Rolf Frankenberger, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen
Stadt Aachen ist gut vorbereitet auf ukrainische Flüchtlinge
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Sollten mehr ukrainische Flüchtlinge als erwartet in Aachen eintreffen, könne die Stadt auch weitere Immobilien zur Verfügung stellen. Auch über eine Belegung von Turnhallen könne nachgedacht werden, Frankenberger. Wer Geld spenden oder Sachspenden zur Verfügung stellen möchte, soll sich bitte vorher bei der Stadt Aachen informieren, was konkret gebraucht wird.

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Rolf Frankenberger, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen
Kapazitäten können erweitert werden
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Die Städteregion Aachen arbeitet aktuell an einer Broschüre für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Darin sollen Fragen beantwortet werden, die für einen Neustart der Menschen hier bei uns wichtig sind, hat Sozialdezernent Michael Ziemons Antenne AC gesagt. Wenn die Menschen hier angekommen und untergebracht sind, will die StädteRegion dabei helfen, dass die Menschen Geld, eine Krankenversicherung oder noch ausstehende Impfungen bekommen. Außerdem kläre man dann auch gemeinsam mit dem Ausländeramt, Schulamt oder Sozialamt alles Weitere, so Ziemons.

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Michael Ziemons, Sozialdezernent der StädteRegion Aachen
Broschüre für ukrainische Flüchtlinge
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Im Moment sieht die Städteregion noch keinen Bedarf, Zelte aufzubauen oder Turnhallen für ukrainische Flüchtlinge zu reaktivieren. Es gebe noch genügend Unterkünfte der einzelnen Kommunen und von privat.

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Michael Ziemons, Sozialdezernent der StädteRegion Aachen
StädteRegion leistet Hilfe
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Auch die Gemeinde Simmerath ist nach eigenen Angaben gerüstet. Hier haben Privatleute bereits angeboten, Ferienwohnungen zur Verfügung zu stellen.Wer auch Wohnraum anbieten kann, meldet sich bitte unter gemeinde@simmerath.de oder unter den Telefonnummern 02473/ 607184 oder 607132.

In Baesweiler ist Bürgermeister Pierre Frösch im Gespräch mit großen Wohnungsbauunternehmen, um herauszufinden, wo gerade Immobilien leerstehen, die als Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Frage kämen. Notfalls können auch leerstehende Flüchtlingsunterkünfte wieder reaktiviert werden, so Froesch. Es sei eine Selbstverständlichkeit, den Menschen zu helfen.

In Herzogenrath geht die Stadt davon aus, dass die bisherigen Unterbringungsmöglichkeiten für 40 bis 50 Flüchtlinge angesichts des Ukraine-Kriegs nicht ausreichen werden. Aktuell läuft daher momentan eine Bestandsaufnahme. Gegebenenfalls werde die Errichtung von Notunterkünften erforderlich, für die Herzogenrath dann auch die notwendige Logistik wie Verpflegung, sanitäre Anlagen, Sicherheitsdienst, etc. organisieren werde. Bürgermeister Benjamin Fadavian sagt, wenn die Logistik gewährleistet sei, ist seine Stadt aufnahmebereit. Er ist sicher, dass die Herzogenrather den Flüchtlingen beistehen und viel Hilfsbereitschaft zeigen werden.

Die Stadt Alsdorf ist vorbereitet - von der Kleiderkammer bis zur Grundversorgung, heißt es. Die Suche nach weiteren Wohnraumangeboten laufe schon.

Stolberg will sich "selbstverständlich" an der Unterbringung von Flüchtenden aus der Ukraine zu beteiligen. Das hat Bürgermeister Haas schon bei der Solidaritätskundgebung am Samstag auf dem Alter Markt angekündigt. Man stehe aktuell in enger Abstimmung mit dem Sozialamt und der StädteRegion Aachen, um mögliche Unterkünfte zu finden. Bevor es "spruchreife Lösungen" gebe, müssten aber noch einige Vorbereitungen getroffen werden.

Bei der Stadt Monschau gibt es zurzeit (noch) keine konkreten Planungen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine. Die Verwaltung stehe aber über die StädteRegion Aachen und die kommunalen Spitzenverbände im Kontakt zu den auf Bundes- und Landesebene vorrangig für die Lenkung von Flüchtlingsströmen zuständigen Stellen, um möglichst zeitnah konkrete Maßnahmen ergreifen zu können, wenn sich hierfür die Notwendigkeit abzeichne.

Eschweilers Bürgermeisterin Nadine Leonhardt hat die Hilfsbereitschaft der Eschweiler in Bezug auf den Krieg in der Ukraine gelobt. Obwohl viele Menschen in Eschweiler als Hochwasseropfer selbst noch Hilfe brauchen, gebe es schon eine Liste mit Menschen, die ihren privaten Wohnraum für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung stellen würden. Die Stadt selbst sei aber auch selbst mit unterschiedlichen Unterkünften vorbereitet, so Leonhardt. Aktuell hat die Stadt Eschweiler noch keine ukrainischen Flüchtlinge zugewiesen bekommen.

In Würselen stehen der Stadt nicht genug eigene Unterkünfte für die mögliche Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge zur Verfügung. Auch die Stadtentwicklungsgesellschaft hat nicht mehr ausreichend Wohnraum. Das hat Würselens Bürgermeister Roger Nießen auf Antenne AC-Anfrage gesagt. Deswegen sei die Stadt Würselen bereit, Wohnraum anzumieten oder auch anzukaufen. Wer Wohnraum vermieten oder verkaufen möchte, kann sich bei der Stadt Würselen melden. Teilweise stellen schon Menschen beispielsweise kostenlos Einliegerwohnungen zur Verfügung. Die Stadt sucht außerdem noch Dolmetscher, die bei der Übersetzung ukrainischsprachiger Flüchtlinge helfen können.

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