
Stadt Stolberg steht weiter hinter "Factory City"-Idee
Die Stadt Stolberg hält weiter an ihren Plänen zum Factory City Outlet fest.
Zwar hat sich Rolf Zimmermann, der eigentlich der zukünftige Berater werden sollte, aus dem Projekt zurückgezogen. Im Stadtrat am Abend ist aber einstimmig beschlossen worden, dass die Stelle der Geschäftsführung zeitnah ausgeschrieben werden soll.
Außerdem wird eine Projektberatung beauftragt, die das Konzept weiter ausarbeiten soll. Die Factory City hänge nicht an einer Personalie, heißt es von der Stadt.
Die Stadt steht mit rund 150 Besitzern der infrage kommenden Innenstadtimmobilien in Kontakt. Es gab wohl auch schon über 80 Termine vor Ort und die Rückmeldequote sei gut, heißt es von der Stadt.
Das Amt für Wirtschaftsförderung hat auch Unternehmen im Blick, die für einen Fabrikverkauf in der Innenstadt interessant wären. Auch Gespräche mit heimischen Firmen wurden schon geführt.
Statement von Bürgermeister Patrick Haas:
"Voraussetzung für den Erfolg des Outlets ist die Sanierung des Steinweges, die wir bereits politisch beschlossen haben. Insbesondere als Zwischenlösung ist das Sofortprogramm Innenstadt sehr geeignet, mit dem wir mit unserem neuen Innenstadtmanager Andre Schröder mit günstigen Mieten beispielsweise temporäre Pop-Up-Stores fördern. Zusätzlich ist gerade die Beteiligungsphase des Verkehrskonzeptes Talachse abgeschlossen. Mit diesem Verkehrskonzept packen wir alle flutbetroffenen Straßen in der Innenstadtachse nochmal an und gestalten diese moderner, lebenswerter und hinsichtlich der Mobilität zukunftsfähiger.
Über all diese neuen Entwicklungen werden wir natürlich, wie auch der Stadtrat gestern empfohlen hat, die Immobilienbesitzer der Innenstadtimmobilien informieren.
Rolf Zimmermann, mit dem ich bis zu seiner zweiten Absage in guten Gesprächen einen neuen Anlauf für die Ausgestaltung einer Beratungs- und Geschäftsführertätigkeit versucht habe, ist damit nicht Teil des Projektes Factory City. An den teilweise unsachlichen Diskussionen rund um diese Personalie habe ich mich in den letzten Wochen nicht beteiligt und werde das auch jetzt nicht tun. Unsere Stadt verdient konstruktives politisches Arbeiten und einen klaren Blick für die Zukunft. Und genau das haben wir in der gestrigen Ratssitzung gemeinsam erreicht.“
Veröffentlicht: Mittwoch, 16.11.2022 10:07