
Stadt Aachen sucht dringend Unterkünfte für ukrainische Flüchtlinge
In Aachen sind die rund 500 für ukrainische Flüchtlinge bereitgehaltenen Plätze in städtischen Flüchtlingsunterkünften fast komplett belegt. Deswegen werden jetzt mehrere Turnhallen vorbereitet und in den nächsten Tagen auch belegt.
Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen weist darauf hin, dass die Unterbringung in Turnhallen aber nur eine Notlösung ist. Demnach seien die Frauen und Kinder teilweise traumatisiert und haben schlimme Erfahrungen hinter sich.
Die Stadt ruft deswegen auch Bürger auf, sich zu melden, wenn sie Wohnraum zur Verfügung stellen können. Jede Wohnung zählt, so Keupen. Eigentümer, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können die Stadt per E-Mail an helfen@mail.aachen.de erreichen.
Wer anderweitig helfen möchte, kann sich auf der Seite "Aachen hilft" informieren.
Die Stadt Aachen hat sich das Ziel gesetzt, allen Schutzsuchenden aus der Ukraine eine sichere Unterkunft anzubieten und immer 500 Plätze vorzuhalten, um auch kurzfristig ankommende Gruppen aufnehmen zu können.
Weitere Hilfeleistungen sind schon angelaufen: So nehmen Schulen und Kitas in Aachen aktuell Kinder und Jugendliche aus der Ukraine auf und die städtische Wirtschaftsförderung ist schon aktiv, um Arbeitssuchende vermitteln zu können, heißt es. Auch für Coronatests und Impfangebote sei gesorgt.
Dass es für die Unterbringung ukrainischer Geflüchteter noch keine zentrale Koordination durch das Land gibt, erschwert die Planung und Vorbereitung in den Kommunen, heißt es von der Stadt. Sollte diese dringend gewünschte Verteilung wieder nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel erfolgen, ist damit zu rechnen, dass Aachen rund 2.700 Geflüchtete zugewiesen werden.
Abgesehen von den Geflüchteten aus der Ukraine hat die Stadt Aachen momentan ungefähr 1.800 Flüchtlinge in unterschiedlichen städtischen Unterkünften untergebracht, heißt es.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.03.2022 06:29