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Staatsanwaltschaft zum Ende der Geiselnahme in Aachen
© Staatsanwaltschaft Aachen
Die Aachener Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts
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Staatsanwaltschaft zum Ende der Geiselnahme in Aachen

Die Aachener Staatsanwaltschaft und die Polizei in Mönchengladbach haben die Ermittlungen zum Ende der Bedburger Geiselnahme am Dienstagabend in Aachen übernommen.

Staatsanwältin Katja-Schlenkermann-Pitts hat am späten Mittwochvormittag Einzelheiten mitgeteilt.

Demnach sind die beiden Patienten der LVR-Klinik Bedburg-Hau zwischen 19 und 20 Uhr am Abend in Aachen entdeckt worden - und zwar im Parkbereich in der Nähe des Signal-Iduna-Hauses in der Joseph-von Görres-Straße.

Einer der beiden hat dort dann eine Mutter von hinten mit einem Messer bedroht. Drei Polizisten haben ihn mehrfach dazu aufgefordert, die Frau frei und das Messer fallen zu lassen. Als er das nicht getan hat, haben zwei Polizisten "wegen der klaren Nothilfelage" auf den Mann geschossen. Der 37-Jährige ist an den Verletzungen gestorben.

Gegen die Polizeibeamten bestehe kein Anfangsverdacht einer Straftat, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Der zweite ausgebrochene Patient im Alter von 43 Jahren habe sich danach problemlos festnehmen lassen.

Die als gewaltbereit geltenden Männer haben laut Polizei am Montagabend im etwa 150 Kilometer entfernten Bedburg-Hau einen Pfleger mit einem Messer bedroht und ihn gezwungen, die Außentür unter einem Vorwand öffnen zu lassen. Dann sollen sie im Auto des Pflegers geflüchtet sein.

Veröffentlicht: Mittwoch, 27.05.2020 09:31

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