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Solarpreis für "packsdrauf-Solarpartys"
© Stadt Aachen/Lena Hoof
packsdrauf: Susanne Jung, Geschäftsführerin des Solarenergie-Fördervereins, Heiko Thomas, Beigeordneter der Stadt Aachen, Jochen Lowis, städtischer Klimaschutzmanager und Ralf Bertling, packsdrauf-Botschafter und Gastgeber auf dem Dach des SUN-Hauses am Aachener Kronenberg.
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Solarpreis für "packsdrauf-Solarpartys"

Veröffentlicht: Dienstag, 14.11.2023 10:40

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Die "packsdrauf-Solarpartys" des Solarenergie-Fördervereins Deutschland mit Sitz in Aachen sind jetzt mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet worden.

Die Idee dahinter: Sich bei Snacks und Getränken mit interessierten Nachbarn in lockerer Atmosphäre über Solarenergie unterhalten, Erfahrungen austauschen und sich über Technik oder Förderung informieren.

Dafür hat es jetzt den renommierten Deutschen Solarpreis des Vereins EUROSOLAR in der Kategorie „Bildung und Ausbildung“ gegeben.

Mit den ersten packsdrauf-Parties in Aachen sind schon 500 bis 600 Menschen erreicht worden, inzwischen haben deutschlandweit rund 4.500 Menschen mitgemacht.

Derzeit entwickelt man die Idee, Städte und Gemeinden zu packsdrauf-Kommunen zu machen, damit die Kommunen die Partys selbst organisieren können. Denn der Aachener Solarenenergie-Förderverein kann das nicht überall umsetzen, weil er personell an seine Grenzen stößt.


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Weitere Infos der Stadt Aachen dazu:

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Bestenfalls finden die Partys natürlich in Häusern statt, die bereits eine Solaranlage haben, die entsprechend als Anschauungsobjekt dient. Wie im SUN-Haus am Aachener Kronenberg, in dem Ralf Bertling, packsdrauf-Botschafter und -Gastgeber, lebt. Den Gemeinschaftsraum des Wohnprojekts hat er bei der Party zu einem kleinen Hörsaal umfunktioniert, über die Stadtteilkonferenz Werbung gemacht. Nach einem Vortrag kamen dann intensive Gespräche zu Technik, Förderung und weiteren Details.

Bertling: „Es ist ja keine neue Technologie, eine gute Möglichkeit ohne hohes finanzielles Risiko, im Idealfall gibt es sogar eine kleine Rendite. Es rechnet sich!“ In Mehrfamilienhäusern sei eine gemeinsame Anlage auf dem Dach allerdings etwas schwieriger zu realisieren – in erster Linie wegen der Abrechnungen in so genannten Mieterstrommodellen. „Wir sind hier ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, wir verrechnen das intern“, so Bertling, zum Vorteil im SUN-Haus.

Für Aachens Beigeordneten Heiko Thomas geht das in die richtige Richtung: „Die Dynamik bei der Solarenergie wird bleiben.“ So sind bei neuen Gewerbeimmobilien ab dem kommenden Jahr Solaranlagen vorgeschrieben, bei Wohnhäusern dann ab 2025.

Wie dynamisch die Entwicklung ist, zeigen die Zahlen, die Jochen Lowis, Klimaschutzmanager im städtischen Fachbereich Klima und Umwelt, parat hat: „Alleine seit Anfang 2023 hat die Stadt 2.400 Anlagen gefördert.“ Von Anlagen auf dem Dach bis hin zu Steckeranlagen für den Balkon. Derzeit sei man bei 47 Megawatt Peak installierter Leistung, damit könne man rund 12.000 Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgen.

Die Entwicklung in diesem Jahr sei allerdings rasant gewesen: „20 Prozent dieser Gesamtleistung ist alleine 2023 dazu gekommen, doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.“ Das war so schwungvoll, dass die bereitgestellten Fördermittel für Solarthermie, Solaranlagen und Steckeranlagen bereits im August aufgebraucht waren. Heiko Thomas: „Wir mussten dann einen Antragsstopp beschließen, weil die 1,5 Millionen Euro ausgeschöpft waren.“ Und Klimabotschafter Lowis ist überzeugt: „Wir haben noch viel Potential. Wir könnten genug Solarstrom erzeugen, um alle Aachener Haushalte zu versorgen. Dazu brauchen wir solche Initiativen wie packsdrauf.“

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland würde gerne auch noch ein packsdrauf für Wärmepumpen etablieren. Eine Idee, die dem Beigeordneten Thomas spontan gefällt: „Gerade bei den Wärmepumpen hat es in den letzten Jahren einen Quantensprung gegeben.“ Er ist überzeugt: „Ohne den Ausbau von erneuerbaren Energien werden wir es nicht schaffen.“ Zukünftig sei vor allem die Frage des Speicherns bei Wärme und Strom wichtig, aber auch der Ausbau von Windkraft: „Perspektivisch werden wir in Aachen mehr Strom brauchen, aber wir müssen von Öl und Gas weg. Dekarbonisierung ist möglich und die Strategien müssen nicht weh tun, wenn wir es richtig machen.“

Information zur Solarenergie in Aachen und zu Fördermöglichkeiten unter www.aachen.de/solar, zum Projekt packsdrauf unter www.packsdrauf.de und zum Beratungsangebot des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e. V. unter www.sfv.de.

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