
Silent Rider: Petition gegen unnötigen Motorradlärm
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2020 10:53
Die Initiative Silent Rider, der unter anderem die StädteRegion Aachen sowie die Eifel-Orte Simmerath und Roetgen angehören, hat eine Online-Petition gegen unnötigen Motorradlärm gestartet.
Denn in der laufenden Motorradsaison würden Tausende Anwohner von Ausfallstraßen in meist idyllischen Gegenden unter der enormen Lärmbelästigung leiden, die eine Minderheit der Motorradfahrer durch Raserei oder manipulierte Auspuffanlagen verursacht.
Wenn mindestens 50.000 Leute die Petition unterschreiben, wird sich Silent Rider an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags wenden. Am Freitag wird sich schon der Bundesrat auf Betreiben der NRW-Landesregierung mit einer „Entschließung zur wirksamen Minderung und Kontrolle von Motorradlärm“ befassen.
„Die Situation in Deutschland ist grotesk“, sagt Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (Foto unten), der auch 1. Vorsitzender von Silent Rider ist. „Die Straßenverkehrsordnung, das Ordnungswidrigkeitengesetz und das Bundesimmissionsschutzgesetz enthalten Verbote zur Erzeugung von unnötigem Lärm und vermeidbaren Abgasbelästigungen sowie Bestimmungen zum Lärmschutz an Sonn- und Feiertagen und nachts. Verstöße dagegen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Es gibt also durchaus entsprechende Gesetze. Aber wenn Motorradfahrer in der Lautstärke eines startenden Flugzeugs durch die Landschaft brettern, ist die Umsetzung schwierig. Wir sind angetreten, dies zu ändern!“
Silent Rider will die Hersteller und die Politik in die Verantwortung nehmen. Die Initiative verfolgt dabei ganz konkrete Ziele wie leisere Motorräder durch die Hersteller, ein Lärmschutzgesetz mit niedrigeren Grenzwerten, höhere Strafen für Manipulationen am Motorrad und vieles weitere mehr. Die Initiative richtet sich dabei ausdrücklich nicht gegen Motorradfahrer an sich, sondern gegen die schwarzen Schafe unter ihnen, die den vermeidbaren Lärm erzeugen.
