
Schwarzarbeit: Aachener Zöllner decken auf
Bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit haben Aachener Zöllner letztes Jahr über 2.200 Strafverfahren und mehr als 700 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Dafür sind rund 700 Arbeitgeber und gut 6.600 Personen überprüft worden.
Im Rahmen seiner Ermittlungen hat das hiesige Hauptzollamt eine Schadenssumme von 8,8 Millionen Euro aufgedeckt. In abgeschlossenen Strafverfahren haben die Gerichte dann Gefängnisstrafen von mehr als 35 Jahren und Geldstrafen von ingesamt 600.000 Euro verhängt.
Die Prüfungen der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)" werden sowohl als Spontanprüfungen, als Initiativprüfung aus Anlass eigener Risikoeinschätzungen als auch als Prüfmaßnahmen nach Hinweise oder als Schwerpunktprüfungen bestimmter Branchen und Gewerbezweige durchgeführt.
2022 hat man in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Aachen und Unterstützung der Landespolizei sowie der Steuerfahndung Aachen ein Schwarzarbeits-Netzwerk bei Bauunternehmen in der Region zerschlagen können. Die Beschuldigten sollen im Bereich des Baugewerbes in ein betrügerisches Firmengeflecht verstrickt gewesen sein, in dem Arbeitnehmer aus Albanien angeworben, mit Schwarzgeld entlohnt und auf Baustellen in Deutschland eingesetzt wurden. Allein der Schaden der veruntreuten Sozialversicherungsbeiträge und der vorenthaltenen Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes (SOKA BAU) betrug 2,2 Millionen Euro.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.03.2023 12:57