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Schulsozialarbeiter warnen: Jugendliche leiden unter Krisen
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Schulsozialarbeiter warnen: Jugendliche leiden unter Krisen

Jugendliche in der Städteregion Aachen leiden unter Krisen wie der Coronapandemie, der Flutkatastrophe oder dem Ukrainekrieg. Der Beratungs- und Gesprächsbedarf ist hoch. Diese Bilanz ziehen die Schulsozialarbeiter von der Beschäftigungsinitiative Sprungbrett in der Städteregion Aachen.

Auch wenn es derzeit in vielen Bereichen mehr Ausbildungsplätze als Bewerber gebe, sei es für manche Jugendliche schwierig, ihren Weg in einen Beruf zu finden. Demnach habe zum Beispiel die Homeschooling-Zeit während der Corona-Pandemie bei vielen Wissens- und Lernlücken hinterlassen und sie psychisch sehr belastet.

Zu den Folgen gehören mangelnde Motivation, soziale Ängste und hohe Fehlzeiten.

An den Berufskollegs und Förderschulen in der Städteregion Aachen ist die Zahl der Beratungsgespräche im vergangenen Jahr gestiegen.

An den Förderschulen stieg mit 947 Einzelberatungen die Zahl der Gespräche mit Schülern um mehr als 80 Prozent. Mit Eltern und Erziehungsberechtigten haben die Schulsozialarbeiter fast 23 Prozent mehr Gespräche geführt, als im Vorjahr.

An den Berufskollegs gab es etwa 20.400 Beratungsgespräche für Schüler und knapp 1.700 Gespräche mit Eltern. Die Spanne reiche von Einzelgesprächen zu einer konkreten Frage bis zur regelmäßigen Begleitung von Familien über mehrere Jahre hinweg.

Die Schulsozialarbeiter erwarten, dass viele Kinder und Jugendliche weiter Hilfe brauchen, um die psychischen und sozialen Belastungen durch aktuelle Krisen zu bewältigen.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.01.2023 06:01

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