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Schon 70.000 Einsätze für "Christoph Europa 1"
© ADAC Luftrettung
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Schon 70.000 Einsätze für "Christoph Europa 1"

Veröffentlicht: Freitag, 27.08.2021 08:17

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Der hier in Würselen-Merzbrück stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph Europa 1“ ist am 13. Juli - einen Tag vor der Hochwasser-Katastrophe - seinen 70.000 Einsatz geflogen.

Wie der ADAC am Freitag mitteilt, sei allerdings für eine Würdigung des Jubiläumsflugs keine Zeit gelieben. Bei dem Einsatz ist es um einen internistischen Notfall in Eschweiler gegangen, die fliegenden Gelben Engel der ADAC-Luftrettung haben schon bald danach die ersten Patienten vom Dach des überschwemmten St. Antonius-Hospitals retten müssen.

Die Erfolgsgeschichte der Luftrettungsstation hat am 15. August 1974 begonnen. Damals ist unter Leitung der Bundeswehr ein Rettungshubschrauber mit dem Funkrufnamen "SAR 72" am Kreiskrankenhaus Marienhöhe stationiert wurden. Im Jahr 1996 ist die Station dann umgezogen auf den Flugplatz Merzbrück, wo sie sich bis heute befindet.

Am 1. März 1998 hat die ADAC-Luftrettung nach rund 26.000 SAR-Einsätzen die Geschicke übernommen und mit dem neuen Funkrufnamen „Christoph 21“ hat sich auch das Leistungsspektrum erweitert. Schon im selben Jahr und mit großer Unterstützung der Aachener Kreisverwaltung ist ein wegweisendes Konzept für die grenzüberschreitende Luftrettung auf den Weg gebracht worden. Die fliegenden Gelben Engel sollten nicht länger vor Landesgrenzen halt machen und unterstützen seitdem auch die Rettungsdienstsysteme in den benachbarten Niederlanden und Belgien. Um das durch den Namen zu unterstreichen, hat man damals den Rettungshubschrauber umbenannt in „Christoph Europa 1“. Bei grenzüberschreitenden Einsätzen wird er heute überwiegend in die niederländische Provinz Limburg gerufen - koordiniert von den Rettungsleitstellen in Maastricht und Aachen.

Im Jahr 2005 hat die ADAC-Luftrettung in einen modernen Rettungshubschrauber vom Typ EC135 investiert; 2010 hat sie mit rund zwei Millionen Euro ein komplett neues Stationsgebäude finanziert.

Das Einsatzspektrum von „Christoph Europa 1“ umfasst heute besonders internistische und neurologische Notfälle wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, Unfälle, etwa in der Arbeit, Schule oder im Verkehr, aber auch Verlegungsflüge zwischen Krankenhäusern. Neben Einsätzen wie aktuell bei der Hochwasserkatastrophe sind auch Großereignisse wie die Loveparade in Duisburg 2010 mit 21 Toten und über 500 Verletzten Einsätze, die den Crews im Gedächtnis bleiben.

In ganz NRW unterhält die ADAC-Luftrettung sechs Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber, die im vergangenen Jahr insgesamt 6741-mal alarmiert worden sind. 1579 dieser Einsätze sind auf „Christoph Europa 1“ entfallen, der damit Spitzenreiter im Bundesland war. Im ersten Halbjahr 2021 sind die Crews aus Würselen schon zu 589 Einsätzen angefordert worden - davon 524 in Nordrhein-Westfalen, fünf in Rheinland-Pfalz und 60 grenzüberschreitende.

Die Stationsbesatzung in Würselen besteht aus drei Piloten, sechs Notfallsanitätern (TC HEMS) vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) StädteRegion Aachen und 15 Notärzten vom Rhein-Maas-Klinikum Würselen. Je ein Mitglied dieser drei Berufsgruppen leistet täglich seinen Dienst auf Station. Die Rufbereitschaft beginnt um sieben Uhr morgens und dauert bis zum Sonnenuntergang.

Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC-Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert. Seit 2017 ist die ADAC-Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC-Stiftung.

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