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Schlag gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe
© Zoll
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Schlag gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe

Zoll und Staatsanwaltschaft haben ein Schwarzarbeits-Netzwerk bei Bauunternehmen in der Region zerschlagen.

Am Donnerstag (3.2.22) haben deswegen über 240 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zusammen mit der Aachener Steuerfahndung und Heinsberger Polizisten im Auftrag der Aachener Staatsanwaltschaft 32 Wohn- und Geschäftsräume vor allem im Raum Heinsberg durchsucht. Weitere Einsatzorte bei der Razzia waren Düsseldorf und das Ruhrgebiet.

Es geht um Vorenthalten und Veruntreuen von Lohn, um Lohnsteuerhinterziehung und um Betrug. Mindestens 15 Beschuldigte sollen im Baugewerbe in ein betrügerisches Firmengeflecht verstrickt sein. Das soll Arbeitnehmer aus Albanien angeworben, mit Schwarzgeld bezahlt und auf deutschen Baustellen eingesetzt haben. Der Gesamtschaden liegt im Millionenbereich, heißt es.

Die Beschuldigten sollen die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse ihrer Arbeiter durch vorgetäuschte Nachunternehmerleistungen in einem Netzwerk von Scheinfirmen verschleiert haben. Durch diese - als "Kettenbetrug" den Behörden schon länger bekannte - Methode hätten sie immer neue und immer variantenreichere Subunternehmerketten gebildet, die man nur mit einem erheblichen Ermittlungsaufwand haben durchleuchten können.

Gegen drei Angehörige einer Familie und einer weiteren Beschuldigten sind zeitgleich mit den Durchsuchungsmaßnahmen Haftbefehle vollstreckt worden. Im Rahmen der Durchsuchungen ist auch umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Außerdem wurde ein richterlicher Vermögensarrest im einstelligen Millionenbereich vollstreckt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aachen dauern an, für die Beamten des Hauptzollamtes Aachen - Finanzkontrolle Schwarzarbeit - schließen sich nun umfangreiche Auswertungen an.

Veröffentlicht: Donnerstag, 03.02.2022 11:49

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