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Salamanderpest in der Nordeifel
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Salamanderpest in der Nordeifel

In unseren Wäldern und Naturschutzgebieten breitet sich die "Salamanderpest" aus.

Laut der Kölner Bezirksregierung gibt es den Pilz (Hautpilz Bsal - lateinisch: batrachochytrium salamandrivorans) aktuell vor allem in der Nordeifel.

Die Infektionskrankheit hat demnach schon mehrere Populationen der geschützten Amphibienart Feuersalamander ausgerottet. Sie führt bei den Tieren, die in freier Wildbahn ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen können, zu einem qualvollen Tod - auch andere Lurcharten wie der Kammmolch sind bedroht. 

Verbreitet wird der Hautpilz über kontaminierten Schlamm und Waldboden, der beispielsweise an Schuhen oder Fahrradreifen hängt und so in andere Gebiete weitergetragen wird. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten, in denen viele Menschen mangels Freizeitalternativen in die Natur ausweichen, weist die Bezirksregierung darauf hin, dass Bsal am häufigsten in von Menschen hoch frequentierten Gebieten auftritt. 

Um die Krankheit einzudämmen und die Tiere zu schützen, wird empfohlen, feste Wege nicht zu verlassen und Hunde an der Leine zu führen. Sollte man mit Untergrund in einem Amphibienlebensraum in Kontakt kommen, wird Wanderern, Radfahrern, Anglern, sowie Forstleuten und Jägern empfohlen, ihre Ausrüstung und Schuhe zu reinigen und zu desinfizieren. Falls man ein krankes oder totes Tier entdeckt, meldet man dies im besten Fall an die regionale Naturschutzbehörde.

Veröffentlicht: Dienstag, 01.06.2021 12:08

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