
RWTH und Uniklinik helfen in der Ukraine
Mit einer Spendenaktion wollen die RWTH und die Uniklinik gezielt das medizinische Personal in den ukrainischen Krankenhäusern unterstützen.
Mit dem Geld wollen sie dringend benötigte und derzeit knappe Medikamente sowie Verbandsmaterial und weitere Hilfsmittel liefern. Das Material wird die Apotheke der Uniklinik beschaffen.
Das Spendenkonto der Aktion „RWTH und Uniklinik helfen in der Ukraine“:
- Commerzbank Aachen
- Kontoinhaber: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
- IBAN: DE52 3904 0013 0122 6059 00
- BIC: COBADEFFXXX
Als Verwendungszweck ist bitte „Spende Ukraine“ anzugeben. Weitere Informationen unter www.rwth-aachen.de/spenden
Barspenden sind möglich im RWTH-Shop im Hauptgebäude, Templergraben 55, Öffnungszeiten unter https://shop.rwth-aachen.de/.
Die Gelder werden von dort auf das Spendenkonto der RWTH weitergeleitet.
Anfragen werden gerne unter folgender E-Mail-Adresse beantwortet: spende@rwth-aachen.de
Initiiert hat die Maßnahme Professor Andrij Pich vom Institut für Technische und Makromolekulare Chemie der RWTH und DWI-Leibniz Institut für Interaktive Materialien.
Pich wurde im ukrainischen Lwiw geboren, er ist dort aufgewachsen und hat in seiner Heimat Chemie studiert. Mit 22 Jahren wechselte er zur Promotion nach Dresden, nach einem Aufenthalt in Kanada ist er seit 2009 an der RWTH tätig. Sein halbes Leben verbrachte der 46-Jährige in der Ukraine, seine Familie und viele Freunde leben dort. „Wenn ich sehe, was mit meinem Volk zurzeit passiert, bin ich tief erschüttert“, sagt er.
Pich konnte an der RWTH bereits viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die geplante Hilfsaktion gewinnen. Die Leitungen von RWTH und Uniklinik unterstützen sie nachdrücklich. Es wurde ein Spendenkonto für die die Aktion „RWTH und Uniklinik helfen in der Ukraine“ eingerichtet. „Wir wollen nicht tatenlos zusehen. Wir bitten daher um Ihre Hilfe durch Spenden, um die medizinische Versorgung der Kranken und Kriegsopfer in der Ukraine zu unterstützen“, erklärt das Rektorat der Hochschule.
In Pichs Familie und Freundeskreis gibt es eine Reihe Medizinerinnen und Mediziner, die in den Krankenhäusern vor allem in Lwiw, aber auch in Kiew tätig sind. Sie schilderten ihm den kriegsbedingten Mangel an Verbandsmaterial, Antibiotika, Anästhetika und anderen medizinischen Gütern. Die Lager sind leer, weil Arzneimittel und Verbandsmaterial für die Behandlung stark Verletzter in den umkämpften Osten des Landes transportiert wurden. Aber auch in Lwiw kommen jetzt die ersten Verwundeten aus den Kampfgebieten an. Die Ärztinnen und Ärzte vor Ort haben Listen über dringend benötigtes Material erstellt. „Wir wissen exakt, was vor Ort gebraucht wird. Das medizinische Personal dort steht teils mit leeren Händen da“, betont Pich.
Pich wird den Hilfstransport selber bis zur polnisch-ukrainischen Grenze begleiten. Dort übernehmen seine Freunde und Verwandten bringen die Waren in die Krankenhäuser vor Ort.
Veröffentlicht: Freitag, 04.03.2022 11:14