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RWTH: Grundschulstudium wohl erst ab Wintersemester 2025/26

Veröffentlicht: Freitag, 08.03.2024 05:22

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Das Grundschulstudium an der RWTH in Aachen wird voraussichtlich erst im Wintersemester 2025/26 angeboten - und damit ein Jahr später als geplant. Grund ist die vor allem Raumsituation.

In einer Videokonferenz haben am Donnerstagnachmittag Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Städteregionsrat Tim Grüttemeier, Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Rektor Ulrich Rüdiger und Prorektor Aloys Krieg (beide RWTH) über die aktuelle Lage beraten. Demnach wollen Stadt und StädteRegion die Hochschule in den nächsten Wochen weiter intensiv bei der Raumsuche unterstützen. Die RWTH muss noch inhaltliche und organisatorische Vorbereitungen umsetzen. Deshalb sei die Umsetzung des Grundschulstudiums erst im Wintersemester 25/26 realistisch, heißt es von der StädteRegion auf Anfrage.

Eigentlich sollte ab dem Wintersemester 2024/25 in Aachen Grundschullehramt an der RWTH studiert werden können - in Kooperation mit den Unis Siegen und Wuppertal. Raumvorschläge der Stadt Aachen waren nach Angaben der Stadt von der RWTH aber bislang unter anderem auf Grund mangelnder Barrierefreiheit abgelehnt worden.

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Stolberg: Bürgermeister Haas ist schockiert und äußert Unverständnis

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Stolbergs Bürgermeister Patrick Haas (Foto unten) ist schockiert über die Meldung, dass das Grundschullehramtsstudium an der RWTH Aachen erst frühestens zum Wintersemester 2025/26 kommt.

Dass wir jetzt mindestens ein weiteres Jahr keine Grundschullehrer in unserer Region ausbilden, verschlimmere den Mangel von Lehrern und habe somit auch ganz konkrete Auswirkungen auf die Grundschulkinder, so Haas. So würden wir gegenüber den Regionen, in denen Grundschullehrkräfte ortsnah ausgebildet werden, noch weiter zurückfallen als wir es aktuell ohnehin schon sind, hat er in einem Brief an RWTH-Prorektor Krieg und Städteregionsrat Grüttemeier geschrieben.

Besonders enttäuschend sei das Scheitern des gemeinsam vorangetriebenen Vorhabens vor allem deshalb, weil der Hauptgrund das Fehlen von Räumlichkeiten in Aachen ist.

Haas: „Die Stadt Stolberg hat RWTH und Städteregion mehrfach, zuletzt mit einem Schreiben vom 19.09.2023, die Verfügbarkeit von Räumlichkeiten für den schnellen Start des Studienganges in Stolberg angeboten. Die Angebote wurden dankend abgelehnt, jeweils mit dem Verweis, dass die Planungen in Aachen gut voranschreiten.“

Dass ein solch wichtiges Vorhaben an Räumlichkeiten scheitert, sei schwer verständlich und den Eltern in der Region nicht zu erklären.   

Stolbergs Bürgermeister hat gegenüber RWTH und Städteregion das Raumangebot für den Studiengang in seiner Stadt erneuert. Sobald der Stadt Stolberg die Anforderungen der RWTH bekannt seien, könne man sich gemeinsam auf die Suche nach Räumlichkeiten in Stolberg begeben.

„Wir haben für das Grundschullehramtsstudium und damit die Bekämpfung des teils dramatischen Lehrermangels in unserer Region über die Parteigrenzen hinweg gut und vertrauensvoll gearbeitet. Dass das Projekt trotz vorhandener Hilfsangebote mindestens für ein weiteres Jahr gescheitert ist, ist mir nicht verständlich", so Haas.

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RWTH: Grundschulstudium wohl erst ab Wintersemester 2025/26
© Marcel Haupt
Patrick Haas (SPD)
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